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Montag, 20. April 2026

Offroadwochenende Nachbereitung Teil 1: die große Wäsche


Das Osterwochenende im Mammutpark ist jetzt auch schon wieder zwei Wochen her und der Jimny steht immer noch schmutzig und kaputt auf dem Hof. So langsam wäre es doch ganz nett wenn er wieder einsatzbereit gemacht wird. Darum wollen wir uns an diesem Wochenende kümmern. Im ersten Schritt wird der Schlamm von der Außenseite abgewaschen, dann kommt der Innenraum und anschließend die Technik an die Reihe. Also rein in die Gummistiefel und den Hochdruckreiniger angeschlossen. Es ist Badetag!



Wir sind immer wieder überrascht wie viel neuer Schlamm und Lehm noch aus den Ritzen und Ecken herausgespült werden kann, nachdem wir Im Park wo der Dreck noch halbwegs frisch war, mit einem echt leistungsstarken Hochdruckreiniger, schon so gründlich wie irgendwie möglich alles abgewaschen haben. Und insgeheim wissen wir auch das noch Tonnenweise Sedimente im Rahmen und der Karosserie verborgen sind an die wir so gar nicht herankommen können. Das wäre auch nur halb so schlimm wenn der Jimny dadurch nicht 1. ein Gewichtsproblem entwickelt und 2. gerüchteweise Rostprobleme kriegen wird. 



Um ganz ehrlich zu sein; wir kriegen keine Rostprobleme, wir haben sie schon. Zumindest in den Radhäusern sieht man diverse Stellen wo der Lack und Unterbodenschutz bereits abgefallen und darunter Rostpickel zum Vorschein gekommen sind. Noch alles überschaubar und nichts was man nicht entrosten und neu versiegeln kann. Aber für gerade mal 7 Jahre auf der Straße doch kein beruhigendes Gefühl was die Zukunft dieses Jimny angeht. Jetzt und hier können wir erstmal nur alles gründlich sauber machen und dann mir Rostumwandler einsprühen. Mittelfristig muss neuer Chassislack her der hoffentlich den Rost abhalten kann. 



Damit wir auch in die letzten Ecken kommen können stellen wir den Jimny auf Unterstellböcke und Schrauben die Räder ab. Allein die dicken Lehmklumpen dort wo eigentlich die Bremssättel sitzen sind schon Grund genug diesen zusätzlichen Arbeitsschritt zu machen. Ansonsten brauchen wir nur viel Wasser und Zeit. Das gesammelte Erdreich aus dem Mammutpark muss einfach nur wieder verflüssigt werden. Chemie oder große Hitze sind dafür überflüssig. Wenn uns der Waschanlagenbetreiber dafür nicht ein Vermögen an Waschmünzen abverlangen und uns anschließend vom Hof jagt wenn er den Sandhaufen unterm Auto sieht, könnten wir das auch gerne irgendwo anders erledigen. Vielleicht sollten wir uns mal mit einem Landwirt in Verbindung setzen.



Im Motorraum hat sich der Dreck bis unter die Motorhaube verteilt. Hier können wir nicht mit Hochdruck arbeiten ohne Gefahr zu laufen irgendwo Wasser rein zu schießen wo es zu Problemen führt. Darum muss der normale Gartenschlauch genügen. Hauptsache der Kühler und die Lichtmaschine sind wieder komplett sauber und frei von Ablagerungen. Der Rest ist persönliche Geschmackssache wie adrett der Motorraum eines Geländewagen aussehen soll. Nachdem der Unterboden, die Achsen, der Motorraum, die Bergeseile und Stollenreifen sauber sind, haben wir hier draußen nur noch die Bremsen zu zerlegen. Da wir neue Bremsbeläge und vermutlich auch Bremstrommeln montieren müssen, geht es uns nur darum den groben Dreck los zu werden und nicht mit in die Garage zu schleppen. 



Auf der Beifahrerseite klappt das ohne Theater. Einfach den Nachsteller zurückdrehen und die Trommel mit zwei M8 Schrauben von der Radnabe abziehen. Auf der Fahrerseite ist alles festgebacken und bewegt sich zunächst keinen Millimeter. Irgendwann ist es dann doch geschafft und beide Seiten sind sauber. Im Vergleich dazu dauert die Reinigung an der Scheibenbremse vorne keine 10 Minuten. Wir wissen schon warum wir den Jimny gerne an der Hinterachse auch umrüsten würden. Aber das ist noch weiter entfernte Zukunftsmusik. Jetzt stecken wir erstmal die Sommerreifen drauf und schieben den Jimny in die Garage. Dort wartet schon der Staubsauger und Putzeimer auf uns. Wenn wir nicht selbst dabei gewesen wären könnten wir uns kaum vorstellen wie zum Teufel man ein Auto so dreckig bekommt das der Schlamm auf der Innenseite der hinteren Fensterscheiben klebt. 



Parallel waschen wir mit dem Gartenschlauch den halben Kubikmeter Mammutschlamm vom Hof auf die Rasenfläche. Immerhin ist der Rasen jetzt gut gedüngt und gewässert. Beim nächsten Mal berichten wir euch dann hoffentlich wie schnell und einfach es doch wieder geklappt hat die alten Schrumpfringe und Radlager von den Steckachsen zu holen und wie wir es geschafft haben beim ersten Anlauf alles richtig zusammen zu bauen. 

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