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Montag, 7. September 2026

Stauts 3 Rallye 2026: Tag 2 Ausflug & Qualifying


Die Anreise haben wir schonmal unfall- und pannenfrei überstanden. Die Zelte sind aufgebaut und die Anmeldung sowie Begrüßung durch die Orga haben auch gekappt. Nach einer kurzen Nacht im Zelt wird noch schnell das weggefuttert. Dann können wir mit unserem ersten richtigen Rallyetag beginnen. Bleiben wir gespannt welche Überraschungen heute noch auf uns warten. Das Reiseziel des Konvoi der kein Konvoi ist kennen wir schon. Den Rest noch nicht.



Der erste Rallyetag ist seit den Anfängen der Status 3 Rallye immer ein bisschen entspannter gewesen. Gemeinsam fahren alle Teilnehmer irgendwo hin, wo es etwas zu sehen gibt das irgendwie mit dem Feuerwehrwesen und Technik zu tun hat. Egal ob die Flughafenfeuerwehr auf dem Flughafen Münster-Osnabrück, Firma Schlingmann in Dissen oder der Fliegerhorst im letzten Jahr. Eigentlich sollte es 2026 zum THW Münster gehen um die Fachgruppe Kommunikation zu besuchen. Leider musste dieser Plan kurzfristig geändert werden. Besonders schade für die beiden THW-Teams die dieses Jahr an der Rallye teilnehmen. 



Als Alternativziel wurde das Eisenbahnmuseum der Osnabrücker Dampflokfreunde am Piesberg gewählt. Hier sind wir schon viel zu lange nicht mehr gewesen und im Museum tatsächlich noch niemals. Das ändern wir heute, wenn wir den Weg dorthin erfolgreich geschafft haben. Vorher müssen wir in drei Kohorten aufbrechen. Mit 28 Autos wäre die Schlange sonst wohl zu lang, wobei wir ehrlicherweise auch jetzt schon für einen ordentlichen Stau sorgen - so schnell sind alte Einsatzfahrzeug einfach nicht. Irgendwann sind alle Teilnehmer erfolgreich auf dem großen Parkplatz eingetrudelt und fürs Gruppenfoto aufgereiht. Sobald dieser Pflichtpunkt erledigt ist beginnt auch schon die Führung.



Hier erfahren wir alles über die wechselhafte Geschichte der Eisenbahn in und um Osnabrück, die Firmen im Umland welche über die Gleisanbindung ihre Fracht bewegt haben und welche Speziallösungen damals erdacht wurden um alles was von A nach B gebracht werden muss auch dort hin zu kriegen. Und vielleicht nebenbei dem Güterverkehr auf der Straße bestmöglich Konkurrenz zu machen. Vielleicht kommen wir nochmal wieder wenn die Züge auch wirklich fahren. Für unseren Kurztrip lohnt es leider nicht eine der Diesellokomotiven in Betrieb zu nehmen. Die größere der beiden Maschinen hat 16 Zylinder und 72 Liter Hubraum, das dauert einfach bis so ein Aggregat läuft. 



Was allein an Kohle verbrannt werden muss um den Motor auf Betriebstemperatur zu bringen bevor der Startvorgang beginnen kann, wollen wir gar nicht wissen. Auf einmal erscheint der Spritverbrauch von Hedwig gar nicht mehr so schlimm zu sein. Dafür sind die Personenwaggons (fast) alle mit einem Dynamo ausgestattet so dass sie autark mit Energie versorgt werden können und nicht auf die Lokomotive angewiesen. Zum Abschluss unseres Besuch gibt es noch Kaffee und Kuchen, dann beginnt auch schon das Qualifying für die eigentliche Rallye. Dafür müssen wir nach einer vorgegebenen Wegbeschreibung quer durch Osnabrück zurück zum Basislager finden und am Wegesrand Dinge finden und Fragen beantworten. Je schneller und besser wir diese Aufgaben erledigen desto mehr Zeit haben wir am nächsten Tag.



Entsprechend motiviert sind wir heute noch gute Leistung zu zeigen und unsere Erfolgschancen für morgen zu steigern. Das wir jahrelang in Osnabrück gelebt haben sollte uns einen kleinen Vorteil verschaffen. Trotzdem wussten wir nicht das es in der Nähe von der Hochschule jetzt einen selbstbedienungs Supermarkt gibt. Und auch nicht was eine Dose Bockwürste, zwei Astra Raketen und ein paar Kondome kosten. Jetzt schon. Unterwegs kommen wir noch an einer Fotolokation vorbei an dem das Fotografenteam der Rallye auf uns wartet (und ein paar Meter weiter die Polizei eine Verkehrskontrolle macht). Gut das wir immer vorschriftsmäßig unterwegs sind und keinen Unfug treiben.



Obwohl der Weg eigentlich nicht mal all zu lang ist, brauchen wir doch einige Stunden bis wir endlich wieder zuhause sind. Das gibt uns Zeit als neues Team die Zusammenarbeit zu üben. Morgen wird der Stress und Ehrgeiz nochmal gesteigert. Unter anderem haben wir uns einmal etwas verfahren und sind Waldwege gefahren die normalerweise für den Jimny gemacht wären. Aber Hedwig ist hart im nehmen. Wir wollen unseren Spaß haben aber auf jeden Fall nicht auf dem letzten Platz landen. Bleiben wir gespannt ob das klappen wird. Zurück am Basislager angekommen geben wir unseren Laufzettel ab, dann warten das Abendessen und die Dusche auf uns. Dafür können wir das benachbarte Gebäude des Institut der Feuerwehr benutzen. Hier würden wir auch gerne mal eine Betriebsbesichtigung machen. 



Am Ende des Tages können wir drei Dinge festhalten; auch mit drei Leuten in der ersten Reihe hat man in Hedwig ausreichend Platz. Der Benzintank hat mindestens 55Liter Inhalt und die Scheibenwischer funktionieren immer noch gut genug für einen leichten Regenschauer. Morgen früh kontrollieren wir nochmal alle Flüssigkeiten und dann warten wir auf den Startschuss und den ersten Einsatz. Team Ghostbusters ist bereit.

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