Freitag, 15. März 2013

300: Welcher Führerschein für... eine Pistenraupe?

Sieht hier wer die Ähnlichkeit?

Schonmal aus dem Fenster geschaut? Sieht ganz nach einem Comeback für den Winter aus! Wenn der Schnee noch höher liegt kommt vielleicht dochnoch die Pistenraupe zum Einsatz. Aber wie fahre ich ein solches Ungetüm und muss ich dafür überhaupt einen Führerschein haben?

Zufällig stießen wir während des letzten "Winter"-Urlaubes, bei dem weniger Schnee fiel als hier in einer guten Februarwoche, auf diese verwaiste Pistenraupe. Umgangssprachlich auch Pistenbully oder Schneekatze bekannt.

 Mit 176PS aus einem Mercedes-Motor geht es los, sobald Schnee liegt.

Das brachte uns auf die Idee nachzuforschen, was es braucht so ein Gerät zu bedienen. Und das ist nicht mal so viel. Einen Führerschein braucht man garnicht. Schneebedeckte Pisten fallen nicht unter die Straßenverkehrsordnung. Solange die Skifahrer ausweichen kann auch fast nichts passieren. 

Zwei Hebel und einige Instrumente für die wichtigsten Informationen genügen.

Zum Fahren braucht man kein Lenkrad (bei den aktuellen Pistenbullys sieht das mittlerweile schonwieder ganz anders aus), sondern zwei Steuerhebel welche die Raupenketten rechts und links beschleunigen und bremsen. Damit lassen sich enge Kurven fahren und sogar auf der Stelle wenden. Vorwärts und Rückwärts sind selbsterklärend -beide Hebel vor oder zurück. Durch den hydrostatischen Antrieb sind sorgen um Kupplung und Gaspedal unnötig. Wie bei einem normalen Automatikgetriebe nur die Richtung wählen und los gehts.

Mit 25km/h Höchstgeschwindigkeit benötigt der Fahrer einige Geduld.

Bei diesem zugegen etwas älteren Modell (1980er Kässbohrer Pistenbully 100) beschränken sich die Zusatzfunktionen und Bedienelemente auf das Nötigste. Millionen von Kippschaltern und Knöpfen bleiben dem Fahranfänger so dankenswerterweise erspart. Das vordere Räumschild kann mittels der kleinen Hebel links vom Fahrersitz angehoben und zur Seite gedreht werden.  Der hintere Rechen zum glätten der Schneedecke kann ebenfalls durch einen Hebel in der Kabine hydraulisch angehoben und gesenkt werden.

Wer jetzt auf die Idee gekommen ist selbst mal einige Spuren im Schnee zu hinterlassen sollte sich bei seinem nächsten Winterurlaub mal nach Pistenbully-Fahrten erkundigen. In vielen Skiregionen bieten die Pistenbetreiber nach kurzer Unterweisung die Möglichkeit selbsttätig (unter Aufsicht natürlich) mit PS starken Pistenbullys durch den Schnee zu pflügen.

1 Kommentar:

  1. Hey wer hätte das gedacht? Dieser Artikel heute ist der 300. Post im Schlagzeilenkäfer. Nach fast genau drei Jahren war das auch langsam mal fällig. Aber auch in den nächsten Jahren posten wir weiter fleißig neue Berichte. Versprochen.
    Comickus

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