Vom 25 Jahre alten Renault Kleinwagen rüber zum anderen Ende des Spektrum mit einem 2019er Mercedes GLE Coupe mit 3,0 Liter V6 Turbodiesel. Wir schauen uns fast alles an und helfen wo wir können. Zum Beispiel dabei den Ölwechsel zu machen und noch ein kleines großes Extra nachzurüsten das dem neuesten Mitglieder der Mercedes-Familie gut zu Gesicht stehen dürfte.
Dafür dass der Wagen schon fast 7 Jahre alt ist hat er gerade erst 40.000km auf der Uhr. Da die Wartungshistorie von Mercedes belegt ist, glauben wir auch wirklich dass es stimmt. Trotzdem ist jetzt ein Ölwechsel fällig. Ob das der erste, zweite oder dritte Service ist, wissen wir tatsächlich nicht. Immerhin braucht es dafür (fast) keine Spezialwerkzeuge. Eigentlich nur einen Ölfilterschlüssel, den Rest sollte man einfach in der Garage haben. Wobei eine Hebebühne und ein Ölauffangwagen die Arbeit natürlich deutlich bequemer machen.
Da wir die Möglichkeiten haben, nutzen wir sie natürlich auch. Wobei dieser GLE mit Luftfederung sich eigentlich ausreichend hoch aufpumpen lässt so das man im liegen von unten an die Ölwanne herankommen könnte. Aber auch das erst nachdem die zweiteilige Unterbodenverkleidung abgeschraubt wird. Dafür müssen ungefähr 16 Schrauben (SW10) gelöst werden. An dieser Stelle macht sich ein kleiner Akkuschrauber definitiv bezahlt und spart Lebenszeit. Einfach eine kleine Serviceklappe in der Verkleidung wäre aber auch nicht schlecht gewesen.
Bevor die Schraube an der Ölwanne (SW13) gelöst wird, kümmern wir uns erst um die obere Hälfte vom Motor. Dazu natürlich die Motorhaube öffnen und die Motorverkleidung nach oben abziehen (dazu den Faltenbalg an der Front ausclipsen). Anschließend nehmen wir unseren Ölfilterschlüssel um den Deckel vom Filtergehäuse zu öffnen. Der Deckel kann samt Filtereinsatz nach oben rausgezogen werden. Das alte Filterelement wird entsorgt und gegen ein neues getauscht. Im Lieferumfang waren auch die nötigen O-Ringe für den Deckel, die ersetzen wir natürlich auch. Beim festziehen des Deckel nur nicht übertreiben, das Teil ist nur aus Kunststoff.
Jetzt öffnen wir den Öleinfülldeckel und die Öl-Ablassschraube, nachdem ziemlich genau 8L pechschwarzes Motoröl abgelassen sind kann sie, mit einem neuen Kupferring, wieder verschlossen werden. Wo wir schonmal hier unten sind kann die Unterbodenverkleidung auch schon zurück an ihren Platz. Zum Abschluss müssen wir irgendwie 8 Liter frisches Öl ohne eine Sauerei anzurichten in den Motor bekommen. Entweder man hat gutes Augenmaß oder einen passend großen Trichter dafür. Erste Version ist schneller, zweitere sicherer. Wir wissen welche wir wählen.
Nachdem das Pflichtprogramm abgeschlossen ist wollen wir uns jetzt noch einer Sache zuwenden die primär optische Gründe hat; ein paar Trittbretter nachrüsten. Vom Design wie das Originalteil von Mercedes aber natürlich signifikant billiger da aus dem Internet bestellt. Der Einbau wäre an sich gar keine große Sache. Nur vorne und hinten ein paar Plastikdübel rausziehen welche die originale Schwellerleiste mit der Radhausschale verbindet, dann eine Reihe Muttern (SW10) von unten lösen. Nun bei geöffneten Türen von oben zwischen Schweller und Verkleidung fassen und mit einem kurzen Ruck nach außen wegziehen.
Die dahinter liegende Halterung ist ebenfalls mit Muttern (SW10) am eigentlichen Schweller festgemacht. Auch diese alle lösen und das Plastikteil nach außen/unten abziehen. Theoretisch müssten wir nun einfach nur die neuen Teile wieder genau so anbringen wie die alten abgegangen sind. Praktisch passen mehr als 50% der Löcher nicht zu den Stehbolzen am Fahrzeug. So können wir das heute Abend jedenfalls nicht vernünftig montieren. Entweder wir besorgen passenderen Ersatz, geben Geld für Originalteile aus oder wir pfuschen uns die Welt zu recht. Das sehen wir dann beim nächsten Mal. Hoffentlich.







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