Freitag, 2. Oktober 2026

Suzuki Jimny Zündschlüssel Gehäuse Reparatur


Dumm ist wer dummes tut. So wie wir manchmal. Und wer den Schaden hat, muss für die horrenden Reparaturkosten nicht sorgen. Dafür das der Autoschlüssel vom Jimny sein festes Zuhause in der rechten Gesäßtasche hat und wir uns schon mindestens 1000 Mal hingesetzt haben, hat das Plastikgehäuse eigentlich ziemlich gut durchgehalten. Irgendwie haben wir es heute geschafft die Öse am Gehäuse abzurechen womit der Schlüssel am Schlüsselbund festgemacht ist. 



Beim Kauf des Jimny gab es natürlich einen Zweitschlüssel mit dazu den wir jetzt einfach aus dem Hut zaubern und verwenden könnten, aber das ist auch nur eine halbgare Lösung. Schließlich könnte der andere Schlüssel genau so schnell kaputt gehen. Also rufen wir mal bei unserem Suzuki Händler des Vertrauens an und fragen mal was ein neuer Schlüssel kosten würde. Das ist vermutlich die teuerste Option (außer sich ein neues Auto zu kaufen), aber wir sind ja neugierig und immer voller Hoffnung. Nach kurzer Recherche teilte der Händler uns den Preis mit; 200€ inklusive neuer Funkfernbedienung und Codierung der Wegfahrsperre. Ach ja der Schlüsselbart ist noch nicht geschliffen und muss noch passend gefräst werden. 



Behalten wir diese Option erstmal im Hinterkopf und suchen nach alternativen Lösungen. Im Netz finden sich diverse Angebote von nachgebauten Schlüsselgehäusen inklusive Rohling der passend für unser Schloss zurechtgeschliffen werden kann. Der erste Augenscheinlich passende Ersatzschlüssel kostet gerade mal 9€, das ist es uns Wert für den bloßen Versuch ob es funktioniert. Sobald die Lieferung eingetroffen ist schnappen wir uns das Uhrmacherwerkzeug und lösen die kleine Schraube welche das Gehäuse zusammenhält. Das komplette Innenleben der originalen Funkfernbedienung (inklusive Wegfahrsperren-Transponder!) lässt sich als Einheit rausnehmen, das ist schonmal gut für uns. Leider hat die Fernbedienung eine andere Form als das Loch im Schlüsselgehäuse, also kein Erfolg.



Der nächste Schlüssel kostet schon fast 40€, ohne Fernbedienung, scheint aber die passende Form zu haben. Hätten wir das mal vorher nachgeschaut, wäre dieses wichtige Detail direkt berücksichtigt worden. Jetzt müssen wir nur noch zum lokalen Schlüsseldienst und uns den Bart fräsen lassen. Apropos Bart, bei den beiden Ersatzschlüsseln ist der Bart ein loses Teil und kann aus dem Gehäuse herausgezogen werden, beim Originalteil ist er fest verbunden. Sonst hätten wir einfach Bart und Fernbedienung umgesteckt und wären glücklich gewesen. Die neuen Bärte sind minimal schmaler als der Originale, der Mitarbeiter vom Schlüsseldienst warnte uns gleich dass er keine Garantie geben kann ob sie trotz der richtigen Fräsung überhaupt im Schloss funktionieren werden. Die 10€ fürs Fräsen ist es uns trotzdem Wert. 


Es kam wie es kommen musste, beide neuen Bärte passen ins Schloss, lassen sich aber nicht drehen. Schade Schokolade. Und was machen wir jetzt? Wir zaubern uns was zusammen. Mit einer Handsäge schneiden wir das alte Plastikgehäuse vom Bart ab (einfach links und rechts nach unten weg). Noch ein bisschen die Kanten gerade feilen dann passt der originale Bart ins Nachbau-Gehäuse. Hätten wir vorher gewusst das es so einfach geht, wären wir schon seit Wochen damit fertig gewesen. Für die Zukunft wissen wir bescheid und sparen uns diverse Zwischenschritte. Da die originale Fernbedienung einfach weiterbenutzt wird, muss auch nichts umcodiert oder angelernt werden. Bleiben wir gespannt wie lange das neue Gehäuse durchhalten wird. 

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