Freitag, 24. Juli 2026

Abschied von der BMW F850GS


Gute fünf Jahre war die BMW F850GS jetzt Teil des SZK Fuhrpark, ab jetzt gehört sie in eine andere Familie und wohnt nicht mehr bei uns. Doch wie ist es dazu gekommen und was kommt danach? Immerhin war sie länger bei uns als die R1200GS welche sie ersetzt hat. Aber die wichtigste Nachricht vorab: wir haben immer noch die F700GS in der Garage und können weiterhin auf zwei Rädern unterwegs sein. 



Genau das ist auch einer der Hauptgründe warum sie F850GS verkauft werden sollte; wir haben zwei BMW Motorräder die sich kaum ergänzen und quasi nur konkurrieren. In der Theorie könnte man so wunderbar zu Zweit Ausfahrten machen und jeder hat eine Maschine unterm Hintern die was Fahrleistungen und Reichweite anbelangt ähnlich genug sind dass keiner benachteiligt ist. Praktisch ist das in den letzten vier Jahren vielleicht zwei Mal vorgekommen. Einfach weil die Zeit gefehlt hat. 



Nur dafür diese Option offen zu halten für zwei Maschinen Steuern, Versicherung und Wartung zu bezahlen (auch wenn es zumindest bei der F700GS wirklich nicht die Welt ist)  macht einfach keinen Sinn. Und vor jeder Fahrt scharf nachzudenken welches Motorrad schon länger herum steht und dringender etwas Bewegung braucht. In Verbindung mit der Tatsache das die "kleinere" BMW sich leichter fahren lässt und die technischen Raffinessen der "großen" Maschine wie Quickshifter und Infotainment sowie elektronische Fahrwerksregelung für uns einfach kein echter Mehrwert sind, sehen wir keinen realen Nachteil wenn nur noch die F700GS bei uns bleibt. 



Jetzt muss nur ein geeigneter Käufer für dieses Motorrad gefunden werden. Dank relativ geringer Laufleistung und lückenloser Wartungshistorie erwarten wir zumindest ein halbwegs einfaches Spiel zu haben. Zumal diese Art von Motorrad nach wie vor eine große Beliebtheit hat. Nicht zuletzt von Umsteigern wie wir die vorher eine größere Boxermotor BMW gefahren haben und jetzt aus welchen Gründen auch immer eine etwas kleinere und leichtere Maschine haben wollen. 



In unserer Erfahrung war es absolut kein Rückschritt vom Boxermotor auf den Parallel Twin umzusteigen. Der Platz und die Ergonomie sind definitiv langstreckentauglich genug für unsere Zwecke. Außer dem (subjektiv) besseren Motorsound und mehr Drehmoment im unteren Bereich gibt es einfach keinen guten Grund unbedingt die R-Baureihe zu wählen. Selbst mit zwei Koffern voll Gepäck und Sozius hinten drauf sind wir immer gut zurecht gekommen. In Zukunft werden diese Aufgaben von der noch kleineren und schwächeren F700GS übernommen und auch die sollte damit klar kommen, so selten wie das vorkommt. Das wiederum bringt uns zur Frage was als Ersatz für die F850GS angedacht ist: wieder ein Motorrad oder doch was anderes?



Zunächst war tatsächlich die Überlegung da wieder ein zweites Motorrad zu kaufen, aber irgendwas ganz anderes als was wir schon haben. Signifikant kleiner und leichter. Gerne auch mit weniger Hubraum und Leistung. Einfach so zum spontan drauf setzen und los fahren. Quasi für die Kurzstrecke. Aber warum dann überhaupt ein Motorrad und nicht gleich einen Roller. Sowas wie eine Suzuki Burgman 650. Mit ihren 55PS wäre sie von den Fahrleistung der F700GS definitiv ebenbürtig. Und man könnte damit sogar zur Arbeit und zum Einkaufen fahren. Alles gute Argumente. Selbst ein 125er Roller würde schon den Wunsch nach Freiheit auf zwei Rädern ausreichend erfüllen wenn man ehrlich ist.



Oder man kauft sich einen alten Chopper. Ohne Schnickschnack und Komfort. Das pure Fahrgefühl erleben. Vielleicht nicht bis in die Alpen aber so weit fahren wir auch nicht jede Woche. Und wenn der Fall doch eintreten sollte könnte man sich immer noch irgendwo eine zweite geeignete Maschine mieten oder ausleihen. Wer sagt überhaupt das es ein Zweirad sein muss. Wie wäre ein Trike oder Quad? Sowas hatten wir noch gar nicht. Letztendlich fiel die Entscheidung auf ein Cabriolet. Das vereint das Freiluftgefühl mit Alltagsnutzen. Bis das wirklich passiert muss die F850 aber erstmal verkauft sein.



Sofern alles klappt ist das jetzt wenn dieser Artikel veröffentlich wird auch schon passiert. Hoffen wir das der neue Besitzer mit dieser Maschine genau so viel Spaß hat wie wir auf den letzten 15000km. In diesem Sinne allzeit gute Fahrt. 

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