Freitag, 28. August 2026

Status 3 Rallye 2026: Vorbereitung und Anreisetag


Es war wahrlich keine leichte Entscheidung im letzten Jahr nicht an der Status 3 Rallye teilnehmen zu können. Aber das Timing war einfach schlecht und der USA Urlaub von langer Hand geplant. Letztendlich war es ein wunderbarer Urlaub und wohl die richtige Entscheidung gewesen. Aber in diesem Jahr haben wir endlich wieder Zeit und können Teilnehmen. Wir können wieder auf unser treues Rallyeauto Hedwig zurückgreifen. Ein paar Veränderungen wird es trotzdem geben. Bis dahin kümmern wir uns darum das alles läuft.



Der erste Schritt ist unseren aktuellen Leihwagen, den weißen Ford F350 Centaurus, zurückzubringen. Praktischerweise steht er genau in der selben Garage wie der Cadillac Krankenwagen. So brauchen wir uns keine Rückfahrgelegenheit organisieren. Die letzte Ausfahrt von Hedwig war zum Oldtimertreffen in Mastholte vor gut einem Monat. Entsprechend wenig Probleme erwarten wir beim Startvorgang. Wie bisher immer klingt der Anlasser so als ob es heute mal nicht genug Strom geben würde, aber natürlich schafft der 7,7l V8 Big-Block es doch irgendwie anzuspringen. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. 



Die erste Fahrt von der Garage aus führt, wie nicht anders zu erwarten, auf direktem Weg zur Tankstelle. Offensichtlich wurde nach der letzten Fahrt weder gewaschen noch getankt. Das können wir so nicht stehen lassen. Also einmal das große Waschprogramm (Handwäsche versteht sich) und anschließend noch den Innenraum aussaugen. Wenn wir hier die nächsten Tage auch öfters ein und aussteigen werden, soll es doch erstmal sauber und ordentlich sein. Während des abschließenden Tankvorgang kommt die zweithäufigste Frage die wir mit Hedwig zu hören bekommen: was verbraucht der denn so? 



Wir kalkulieren grob 20l/100km darum muss auch jeden Tag vollgetankt werden damit uns unterwegs nicht der Sprit ausgeht. Wo wir schonmal da sind, werden auch direkt die Reifen und das Ersatzrad aufgepumpt. Selbst bei den maximal zulässigen 3.0Bar sieht es aus als ob die Reifen fast platt sind. Hedwig hat einfach verdammt dicke Knochen. Jetzt müssen wir noch mindestens einen weiteren Zwischenstopp einlegen: die Hauptuntersuchung ist seit April abgelaufen. Auch das können wir so nicht lassen. Was sollen die anderen Rallyeteilnehmer denn von uns denken? Die nächste Prüfstation ist im Nachbardorf und dort müssen wir auch nicht lange warten. 



Im Prinzip sind wir ganz zuversichtlich denn seit der Abnahme vor zwei Jahren sind noch gar nicht soo viele Kilometer zusammen gekommen. Andererseits kann sich ein Auto auch ganz gut kaputt stehen. Schauen wir mal was wird. Die Beleuchtung ist schonmal voll in Ordnung und auch die Scheinwerfer Einstellung passt. Nachdem kurz die ganzen Eigenheiten bezüglich automatischer Handbremse erklärt sind, ist auch der Bremstest zur vollen Zufriedenheit abgeschlossen. Das war uns besonders wichtig. Die Abgasuntersuchung ist auch ein Kinderspiel, ob es an dem super eingestellten Vergaser oder doch an den ziemlich laschen Grenzwerten für den CO-Gehalt liegt wollen wir gar nicht wissen. 



Die letzte echte Sorge ist alles was auf der Grube passiert. Sprich Rost am Unterboden, Spiel in Achsen und Lenkung sowie Ölverlust an allen Teilen die irgendwie Öl beinhalten können. Gerüchteweise haben wir bei der Wäsche schon versucht ein bisschen mit dem Hochdruckreiniger am Unterboden entlang zu halten um zumindest ein bisschen bessere Chancen auf Erfolg zu haben. Ob es daran liegt oder weil inzwischen einfach nicht mehr so viel Öl in Motor und Getriebe sind, können wir nicht sicher sagen. Auf jeden Fall steht auf dem Prüfbericht hinterher nur beginnendes Spiel in ein paar Spurstangenköpfen und Ölfeuchte an Motor und Getriebe. 



Damit können wir sehr gut leben. Hauptsache es gibt jetzt den Sticker drauf und wir können endlich weitermachen. Zuhause muss nur noch unser Reisegepäck eingeladen werden. Da wir sowieso mit mehreren Autos fahren, müssen wir Hedwig nicht bis unters Dach voll stopfen. Aber eine Flasche Automatikgetriebeöl und Motoröl nehmen wir auf jeden Fall mit. In Anbetracht der relativ kurzen Anreisestrecke hoffen wir einfach noch vor dem nahenden Regenschauer anzukommen und unser Zelt aufzustellen. Letztendlich war der Regen doch schneller als wir, die Navigation hat auch nicht ihren Teil zum Erfolg beigetragen. Egal, wir sind angekommen und können uns beim Meldekopf registrieren lassen. Seit dem letzten Jahr befindet sich das Basecamp der Status3 Rallye auf dem THW Übungsgelände in Münster.



Ebenfalls neu in diesem Jahr: wir sind zum ersten Mal mit vier Leuten im Caddy unterwegs. Ob das unser Team besser oder schlechter macht werden wir erst am Samstag Abend genau wissen. Bis dahin haben wir dank freundlicher Unterstützung vom Team Metz&Max die einmalige Chance eine praktische Übung zu machen. Das ist kein offizieller Programmpunkt der Status 3 Rallye aber es könnte sich als nützlich erweisen. So lernen wir nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren und Pressekonferenz mit den Gewinnern aus dem Vorjahr noch schnell wie ein einfacher Löschangriff zu erfolgen hat. Das ist der Vorteil wenn man sein eigenes vollausgestattetes Feuerwehrauto besitzt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für den Schnellkurs in Brandbekämpfung.



Nach dem Abendessen-Buffett gibt es noch ein paar Kaltgetränke und tiefschürfende Gespräche mit den anderen Teams, dann verschwinden wir für heute schon in unseren Zelten. Für Freitag ist ein gemeinsamer Ausflug geplant und anschließend das Qualifying für die eigentliche Rallye am Samstag. Davon berichten wir dann beim nächsten Mal.

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