Freitag, 13. Juni 2014

Karos Clio mit Ravioli



Endlich geht es weiter mit Karos Clio. Nach einigen Verzögerungen kann jetzt mit der Reparatur am Auspuff und Fahrwerk begonnen werden. Doch vorher muss noch ein letztes Problem gelöst werden: Wie bekomme ich ein Auto mit kaputtem Auspuff 60km weit nach Hause zur Werkstatt?

Einfach auf die Autobahn und dann nach Hause durchbrettern ist diesmal leider keine veritable Option. Der Auspuff bläst Lärm und Abgase größtenteils ungehindert ins freie. Dadurch wird es im Auto zu laut um sich zu unterhalten und die Abschirmbleche zwischen Karosserie und Auspuff werden langsam schwarz vom Ruß.


Wie lange das mittlerweile arg verbogene Blech hält, an dem beim letzten mal ein Stromkabel zur provisorischen Befestigung angebracht wurde, kann niemand mit Sicherheit sagen - vertrauenerweckend ist es jedenfalls nicht. Also muss eine andere stabile Lösung her. Viel Arbeit machen oder gar Geld kosten sollte sie natürlich trotzdem nicht.


Da zwischen dem Defekt am Auspuff (Ende März), dem ersten Werkstattbesuch und dem geplanten Reparaturtermin mehr als 10 Wochen vergangen sind, hat sich zwischenzeitlich die Bordbatterie so weit entladen, dass ein Start aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist. Erst kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.


Mit dem Rucksack voll Werkzeug und Kleinkram (unter anderem Starthilfekabel und Bindedraht), fuhr ich im Bus zum Patienten. Der von der Fahrerin „Tatti“ genannte, 99 Clio B stand noch genau dort wo wir ihn nach dem Werkstattbesuch stehen gelassen hatten. Wo hätte man auch hin fahren sollen?


Für diese Reparatur stand uns leider keine Hebebühne oder sonstige Hilfsmittel zur Verfügung, also schoben (Batterie immer noch leer) wir den Wagen einfach mit zwei Rädern auf den Bürgersteig, so ist zumindest etwas Platz zum Arbeiten unterm Auto vorhanden.


Auf dem Rücken liegend mit zwei Decken als Unterlage lässt es sich sogar relativ bequem arbeiten. Zunächst musste die alte Befestigung entfernt werden. Das Lautsprecherkabel hat überraschend gut gehalten und zeigt noch keine Schäden. Für das nächste Mal halten wir es in Reichweite. Doch wie soll das Auspuffrohr nun verbunden und befestigt werden, so dass es sich unterwegs auf der Autobahn nicht selbstständig machen kann?
 

In allerbestem MacGyver-Stil fabrizierten wir aus einer leeren Dose Ravioli (es müssen Ravioli sein, Bohneneintopf klingt zu blechern!) eine Blechrolle, welche wie eine Bandage um den Bruch gewickelt und anschließend mit langen Schlauchschellen fixiert wurde.


Damit wir unser Werk überhaupt in Aktion erleben konnten, musste nun Erstmal jemand gefunden werden, der uns Starthilfe geben kann. Den Gefallen tat uns schließlich eine freundliche Touran-Fahrerin. Schon beim ersten Versuch erwachte der kleine Franzose wieder zum Leben.


Selbst mit genauem hinhören lässt sich nur ein ganz leichtes brummen vernehmen, offenbar ist der Auspuff wieder relativ dicht. So können wir beruhigt durchstarten. Zur Sicherheit bleibt eine Drahtschlinge zwischen Rohr und Blech, falls sich doch etwas lösen sollte.


Bevor das selbe Problem noch einmal auftritt, folgte zum Abschluss eine kleine Überlandfahrt auf der sich die Batterie wieder aufladen konnte. Sollte sich die alte Leistung nicht wieder einstellen, muss wohl eine Neue her. Jetzt ist die Gelegenheit günstig alles auf einmal zu erledigen.


Morgen kommen die neuen Teile ans und unters Auto. Und vielleicht findet sich dabei noch die eine oder andere kleine Baustelle die gleich mit erledigt wird. Dann sollte einer erfolgreichen Hauptuntersuchung nichts mehr im Wege stehen.

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