Wer kann sich noch an Angies schwarzen Golf V erinnern? Der letzte Bericht kam im letzten Jahr zur Weihnachtszeit als er zur Werkstatt abgeschleppt werden musste. Jetzt gibt es endlich mal was neues zu Berichten. Auch wenn es keine guten Nachrichten sind. Der Golf hat uns ganz offiziell verlassen und wird wohl so schnell keinen Nachfolger bekommen. Der ÖPNV und ein gutes Fahrrad sind vorläufig die einzigen Fortbewegungsmittel. Aber wie kam es dazu?
Als nächstes entwickelte der Motor eine deutlich spürbare Vibration beim Beschleunigen. Hier war glücklicherweise eine Zündspule kaputt und die Zündkerzen einfach verschlissen. Immerhin ist der Golf zu diesem Zeitpunkt seit über zwei Jahren bei seiner neuen Besitzerin und hat außer dem sporadischen Ölwechsel keine besondere Wartung oder Verschleißreparatur bekommen, vielleicht mal eine neue Batterie oder Reifen. Dann darf sowas schon mal passieren. Auch in Anbetracht des relativ Kurzstrecken lastigen Fahrprofils. Vielleicht hat das auch dazu beigetragen das Ventil der Kurbelgehäuseentlüftung mit Ablagerungen zu verstopfen bis es irgendwann nicht mehr funktionieren konnte. Nach dem Austausch gab es hier zumindest nie wieder irgendwelche Probleme. Auch unsere Lösung mit dem Bypass für die Stromversorgung vom Scheibenwischermotor die ganze Zeit so funktioniert wie sie sollte, der neue gebrauchte Wischermotor war damals zwar nicht nötig gewesen aber er machte immerhin keine neuen Probleme.
Unabhängig von einer kleinen Karambolage auf dem Parkplatz, dessen Spuren bis zum Schluss nicht mehr behoben wurden, ging an Äußerlichkeiten nur ein Rücklicht zu Bruch das mit gebrauchtem Ersatz vom Autoverwerter preiswert repariert werden konnte. Für das kaputte Heckklappenschloss gab es dann wieder ein nachgebautes Neuteil als Ersatz. Den Austauschaufwand wollten wir nicht in Kauf nehmen wenn das Gebrauchtteil vielleicht auch schon bald den Geist aufgeben könnte. Für die letzte Hauptuntersuchung vor gut anderthalb Jahren wurde mangels Zeit wieder die Werkstatt des Vertrauens beauftragt alles zu erledigen. Dazu musste das Flexrohr erneuert, der Auspuff geschweißt, eine Antriebswellenmanschette getauscht und das besagte Thema mit dem Bordnetzsteuergerät für die Waschanlage erledigt werden.
Der Kabelbruch in der Fahrertür welcher den Fensterheber lahm legte wurde bei der Gelegenheit auch gleich mit repariert. Insgesamt kosteten diese drei Tage in der Werkstatt knappe 1700€. Leider währte die Freude am frisch reparierten Golf nur ein halbes Jahr. Dann machte der Motor beim morgendlichen Kaltstart ungesunde Klappergeräusche. Nachdem er in die Werkstatt geschleppt wurde begann dort die Fehlersuche. Obwohl die Steuerkette augenscheinlich nicht übergesprungen ist, hatte der Motor auf dem ersten Zylinder keine Kompression mehr. Wo genau die Ursache lag konnte auf die schnelle nicht festgestellt werden. Für alle Beteiligten war zu diesem Zeitpunkt klar dass ein neuer Motor fällig wäre. Das könnte man theoretisch auch selbst machen, aber in welchem Jahrzehnt sollen wir dafür mal genug freie Zeit haben? Der Kostenvoranschlag der Werkstatt war eine mittlere vierstellige Summe. Dafür kann man definitiv ein anderes Auto kaufen.
Natürlich ist es maximal ärgerlich erst viel Geld in Reparaturen zu investieren und das Auto danach zu verschrotten. Aber irgendwann ist der Punkt einfach erreicht wenn die Reißleine gezogen werden muss. Immerhin gab es noch 250€ vom Verwerter für den Golf. Davon kann man einige Male mit dem Bus fahren. Vielleicht läuft uns mittelfristig ja ein geeigneter Ersatz über den Weg. Die Frage ist dann nur ob es etwas jüngeres oder älteres werden wird.





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