Vor gut einem halben Jahr, es war ein Sonntag und manche Menschen mussten trotzdem arbeiten, erhielten wir Nachricht über einen weißen VW Up der mit Reifenpanne auf dem Weg in den wohlverdienten Feierabend liegen geblieben ist. Und weil alle guten Geschichten es Wert sind sie ein zweites Mal anzuhören, machen wir so wie es aussieht das selbe Spiel heute nochmal durch. Immerhin sind wir jetzt ein bisschen besser vorbereitet.
Keine zwei Stunden später klingelt das Telefon erneut. "Bist du gerade zuhause und in der Garage? Mein Auto zeigt an das ein Reifen zu wenig Luft hat." Mehr Informationen haben wir zunächst nicht. Da der Reifendruck bei diesem Auto eher sporadisch geprüft wird, besteht zumindest eine winzige Chance das wirklich nur etwas Luft fehlt und sonst alles passt. An den ersten drei Rädern vom Up passt der Luftdruck ziemlich genau, irgendwo zwischen 2,1 und 2,3 Bar sollten stimmen. Nur hinten rechts sind es lediglich 1,4 Bar. Da kann irgendwas nicht stimmen. Also einmal langsam rückwärts rollern und wir suchen derweil das Profil nach Fremdkörpern ab. Tatsächlich fand sich ein Nagel, relativ mittig im Profil. Mit Seifenwasser aus der Sprühflasche testen wir erstmal ob akut Luft austritt. Da sich keine großen Seifenblasen bilden, sollten wir für den restlichen Arbeitstag damit auskommen den Reifen stramm aufzupumpen.
Nach Feierabend haben wir alle Zeit uns um das Problem richtig zu kümmern. Unsere Optionen sind; so lassen und hoffen das es noch einen oder zwei Tage mit dem Nagel im Reifen halbwegs dicht bleibt. Oder wir versuchen den Reifen mit einem Stopfen zu flicken oder wir betteln bei unserem Bekannten (wie beim letzten Mal) um ein leihweises Ersatzrad von seinem eigenen VW Up. Option Eins erscheint uns dann doch zu riskant, auch wenn wir einen 12V Kompressor im Kofferraum haben und Option Zwei bietet keine Erfolgsgarantie (bis jetzt hat die Flickmethode genau ein mal nicht funktioniert), also rufen wir unseren Bekannten an und fragen nett nach. Zu unserer Erleichterung dürfen wir zum zweiten Mal dieses Jahr ein Rad ausleihen, jetzt mal ein Winterreifen auf Zubehör-Alufelge, aber immerhin in der selben Reifengröße wie die restlichen Räder. Echt schade das der neue alte Passat einen anderen Lochkreis hat.
Wobei, der Normalpassat und Spezialpassat haben auch beide den Lochkreis 4x100, vielleicht hätten wir ein 14 Zoll Winterrad stibitzen können. Oder wir schnappen uns eine Bohrmaschine und modifizieren die alte Stahlfelge von einem Seat Marbella die wir noch rumliegen haben, von 4x98 auf 4x100 ist es doch gar nicht soweit. Das ist ein Plan für einen anderen Tag. Jetzt ist der VW erstmal wieder mobil und am Montag morgen rufen wir bei der Reifenwerkstatt an um den kaputten Reifen flicken zu lassen. Dabei wird der Reifen von der Felge gezogen und ein pilzförmiger Flicken von innen durch das Loch gezogen. Das ist eine dauerhafte Reparatur mit der wir wieder ohne Rücksicht und Dauerhaft fahren können.
Trotzdem hat es zwei Tage gedauert bis der VW endlich wieder auf seinen eigenen vier Reifen stehen kann. Und damit wir nicht noch mehr Langeweile haben, ist auf der Fahrt zurück nach Hause noch ein Bremslicht kaputt gegangen. Irgendwas ist einfach immer zu machen. Das bringt uns zurück zu unserem ursprünglichen Plan auch für den Insignia ein Ersatzrad zu beschaffen. Wenn Herschel und der neue Trivialpassat mitgezählt werden, ist die Zahl der Autos im engeren SZK Fuhrpark mit einem (vollwertigen) Ersatzrad leicht gestiegen und Siggi momentan der einzige Pkw ohne irgend eine Form von Notrad. Leider werden Felgen im passenden Format und Lochkreis nur selten angeboten oder wenn nur im Viererset. So viele Ersatzräder brauchen wir dann auch wieder nicht.







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