Montag, 13. April 2026

Erste Motorradtour des Jahres: Möhnesee und zurück


Die zwei größten Sorgen die wir jedes Jahr zum Beginn der Zweiradsaison haben sind immer die selben: springt das Motorrad noch an und passen die Klamotten wohl noch? Für das erste Problem haben wir das Erhaltungsladegerät an der Batterie hängen und für das zweite hilft nur der Blick in den Kleiderschrank und auf die Waage. Um es kurz zu machen, Helm Hose Jacke und Stiefel passen immer noch. Und der Motor ist natürlich auch wieder angesprungen. Die Hauptuntersuchung wurde auch frisch gemacht, jetzt kann es losgehen. 



Für einen Ölwechsel haben wir im letzten Winter irgendwie noch nicht die Zeit gefunden, aber in Anbetracht einer nur dreistelligen Fahrleistung im letzten Jahr kann das auch noch bis nach dieser Tour warten. Hauptsache der Luftdruck in den Reifen stimmt und die Kette ist gut geschmiert. Das duldet wiederum keinen Aufschub. Für die erste Fahrt in diesem Jahr wollen wir es nicht gleich übertreiben und nur eine kleine 150km Rundfahrt zum Möhnesee und wieder nach Hause machen. Dafür reicht das gute Wetter voraussichtlich aus und wenn alles gut läuft können wir dieses Jahr hoffentlich noch ein paar Mal losfahren. 



Das erste Stück, besonders mit Sozius, ist noch etwas wackelig. Also nehmen wir den Weg durch die verkehrsberuhigte Zone um wieder ein Gefühl für Gas Kupplung und Bremse zu bekommen. Ob es nur an unserer mangelnder Übung oder der langen Standzeit vom Motorrad liegt können wir nicht sagen, aber es fährt sich doch echt komisch am Anfang. Aber schon nach ein paar Kilometern kommen wir wieder in Schwung und das Lenken durch Gewichtsverlagerung fällt uns deutlich leichter. Da gerade so rein gar nichts auf den Straßen los ist fahren wir noch nicht so schnell wie möglich. Die Reifen müssen auch mal wieder auf Temperatur kommen bevor sie gut funktionieren. Immerhin sind sie auch schon von 2022. Je nachdem wie gut diese Saison verläuft gibt es dann im nächsten Jahr neue. 



Im letzten Jahr haben wir es tatsächlich nur ein einziges Mal auf den Bock geschafft und kümmerliche 144km zusammengefahren. Jetzt soll alles anders werden. 2026 wird das Motorradjahr. Ausserdem soll die blauweiße F850GS verkauft werden, darum steht sie nur noch in der trockenen Garage bis sie hoffentlich jemand mitnehmen will. Folglich dürfte die F700GS entsprechend mehr bewegt werden. Seit gut zehn Jahren ist diese BMW jetzt schon mit uns unterwegs und hat bis jetzt nie große Probleme gemacht. Folglich erwarten wir auch heute gut ans Ziel zu kommen- und wieder zurück. Insgesamt sind gute 2,5h plus Pause eingeplant. Wir haben heute noch etwas mehr Programm auf dem Zettel stehen. 



Das ist aber erst später wichtig. Jetzt und hier wollen wir nur den Fahrtwind und Motorsound in den Ohren sowie den Geruch der Natur in der Nase haben. Keine Musik, keine Freisprecheinrichtung und kein Gedanke an die Arbeit verschwenden. Das Fahren erfordert speziell nach der langen Pause unsere volle Aufmerksamkeit, aber das ist genau das was wir jetzt brauchen. Warum haben wir das nochmal so lange nicht gemacht? Ach ja weil es entweder zu warm zu kalt oder zu nass war. Und weil die Klamotten und der Soziussitz auf Dauer unbequem werden. Vielleicht müssen wir uns dafür nochmal eine Verbesserung ausdenken. In der Zwischenzeit machen wir einfach alle 90 Minuten pause.

  


Auf schmalen Landstraßen durch verlassene Dörfer in denen gerade scheinbar niemand auf den Beinen ist, nähern wir uns unserem Reiseziel. Je näher es zum Möhnesee geht desto mehr Verkehr ist auf den Straßen. Erst nur Horden von Rennradfahrern, dann auch Motorräder und Autos. Zeit die linke Hand zum Gruße zu erheben. Eine Runde um den See und dann kehren wir erstmal an einem beliebigen Bikertreff für eine Erfrischung ein. Da wir nicht die einzigen Menschen mit dieser Idee waren, gibt es 1. viele Mopeds & Oldtimer zu sehen und 2. lange Wartezeiten weil die Bedienung überfordert ist. Aber wir haben ja Zeit. Das Mittagessen fällt heute aus damit die Mopedhose nicht noch enger wird. 



Genau passend als der Hintern nicht mehr Taub ist, steigen wir zurück auf den Sattel und machen uns auf den Heimweg. Die Sonne scheint immer noch kräftig, aber gerüchteweise soll es heute noch Regen geben. Da es heute eine wirklich kurze Tour war, müssen wir über einen Tankstopp noch keine Gedanken machen. Dafür wartet zuhause schon der nächste Fahrer auf seine Runde. Wie gesagt, in dieser Saison macht die kleine BMW hoffentlich wieder deutlich mehr Kilometer. Es sei denn der Nachfolger für die F850GS kommt früher als geplant zu uns nach Hause - wir werden berichten.

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