Freitag, 17. April 2026

Renault Clio II Reifen wechseln & Krümmer tauschen


Die letzte provisorische Reparatur ist noch gar nicht lange her. Und bevor die auch wieder den Geist aufgibt, haben wir uns entschlossen den Gegenwert einer kompletten Tankfüllung Superbenzin auszugeben und einfach einen neuen Krümmer - kein Originalteil - für den grauen Clio bestellt. Da heute sowieso der Wechsel auf Sommerreifen ansteht könnte man das doch gleich mit machen. Immerhin sind es weniger Schrauben (13) als bei den vier Rädern (16) die es zu lösen gilt. 



Als ersten Schritt parken wir den Clio mal auf der Hebebühne und bringen ihn auf eine bequeme Arbeitshöhe für den Radwechsel. Solang der Motor und Krümmer noch derartig heiß von der Anfahrt sind, wollen wir da lieber nichts anfassen. Die Sommerräder holen wir aus dem Regal und verteilen sie passend ums Auto. Da ein Rad etwas Unwucht hat, kommen die Vorderreifen wieder an die Vorderachse und die Hinterreifen bleiben hinten. Normalerweise würden wir bei jedem Radwechsel die Räder rotieren. 



Wo die Räder schonmal abgeschraubt sind, schauen wir direkt die Aufhängung und Bremsanlage an. Das die Bremsbeläge an der Vorderachse schon kurz vor der Verschleißgrenze sind, wussten wir schon im letzten Herbst. Da jetzt über den Winter nicht mehr so viel davon runter gekommen ist, werden wir die Sache noch ein bisschen weiter laufen lassen. Wenn irgendwann Metall auf Metall schleift kommen die Scheiben und Beläge einfach neu. Gerüchteweise könnten dann auch neue Querlenker und Federbeine rein kommen. Aber das warten wir erst noch ab. 



Für heute sollten die Sommerreifen allein schon einen gewissen Unterschied beim Fahren machen. Und wenn es nur weniger laute Abrollgeräusche sind. Dazu passt doch perfekt ein ebenfalls leiser Motor. Um den kümmern wir uns jetzt. Während der Spezialpassat-Fahrer das Hitzeschutzblech und die sieben Muttern vom Krümmer zum Zylinderkopf löst, lege ich mich unters Auto und demontiere das Hosenrohr. Die selbstgebaute Schraube mit Doppelmutter hält tatsächlich immer noch fest während sich der recycelte Stehbolzen wieder ein gutes Stück gelöst hat. 



Das sagt uns doch dass diese Reparatur hier und heute wirklich notwendig war. In Anbetracht des moderaten Preis für einen neuen Krümmer wollen wir uns nicht die Arbeit machen hier alle paar Wochen die Schrauben fest zu ziehen. Aber einmal müssen wir das dann doch noch. Mit dem Krümmer im Schraubstock werden die Stehbolzen eingeschraubt, dafür kontern wir zwei Muttern auf dem Gewinde. Die kleinen Stehbolzen für das Hitzeschutzblech haben einen Innensechskant und können einfach eingedreht werden. In unserem Fall muss noch ein Blindstopfen in den ungenutzten Anschluss einer Lambdasonde gedreht werden. 



Sobald die alte Krümmerdichtung entfernt und die Anlagefläche gründlich gereinigt ist kommt die neue Dichtung und der neue Krümmer an den Motor. Die alten Stehbolzen am Kopf sehen noch gut genug aus. Darum sparen wir uns die Arbeit sie auszuwechseln. Die neuen Muttern benutzen wir dann doch gerne und ziehen sie von innen nach außen in mehreren Durchgängen fest. Zu zweit ist es auch kein Problem das Hosenrohr wieder am Krümmer anzusetzen und die Muttern drauf zu fummeln. Als vorletzten Schritt testen wir jetzt ob alles dicht ist. Weil das der Fall ist kommt jetzt das Hitzeschutzblech drauf und wir sind fertig für heute. 


Auf den ersten paar Kilometern stinkt der neue lackierte Krümmer und die Montagepaste noch etwas, aber das sollte sich ganz schnell verflüchtigen. 

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