Montag, 8. Juni 2026

Wir mieten uns ein Wohnmobil


In den letzten Jahren sind wir im Sommer immer für eine Woche an die Ostsee gefahren und haben uns dafür das Wohnmobil vom Spezialpassatfahrer ausgeliehen. Dieses Jahr kommt es wegen terminlicher Überschneidungen leider dazu dass wir uns ein Wohnmobil oder Wohnwagen irgendwo anders her organisieren müssen. Aber was für ein Fahrzeug ist das richtige für uns?



Währe Siggi der Insignia nicht etwas angeschlagen, würden wir uns vermutlich für einen Wohnwagen entscheiden. So sind wir maximal flexibel wenn das Wetter vor Ort schlecht ist und wir gerne einen Ausflug irgendwo hin machen würden. Da alle anderen Vehikel entweder nicht hundetauglich sind oder keine ausreichende Platz- und Anhängelastreserve bieten, fällt dieser Plan flach. Dann mieten wir eben ein Wohnmobil. Das kostet zwar deutlich mehr Geld, bietet aber den Vorteil das auf insgesamt weniger Stellfläche alles untergebracht werden kann was wir so brauchen. Und die Heckgarage für zwei Fahrräder ist auch von Vorteil. Außerdem darf mit einem Wohnmobil bis 3,5t Gesamtgewicht nicht nur jeder Inhaber der Führerscheinklasse B fahren, es gibt auch kein Tempolimit auf der Autobahn. 



Für zwei Erwachsene und einen Hund braucht es, sofern das Wetter mitspielt, nicht wirklich viel Platz an Bord. Das heißt von einem ausgebauten Bulli bis zum vollintegrierten 8m Auto ist fast alles denkbar. Sofern keine Städtetour oder häufig wechselnde Stellplätze vorgesehen sind, hat ein kleines Auto - außer bei den Kosten- eigentlich keine Vorteile. Darum ist für uns von Anfang an klar das es kein Bulli oder Lieferwagen werden soll sondern ein richtiges Wohnmobil, mit Sandwichwänden, Alkoven und Heckgarage. So haben wir verhältnismäßig viel Platz im Innenraum um uns bei potenziell schlechtem Wetter nicht die ganze Zeit auf die Füße zu treten. 



Vermutlich werden wir die ganze Zeit mit dem Fahrrad unterwegs sein und das Wohnmobil auf seiner Parzelle stehen lassen. Der zusätzliche Aufwand um wieder mobil zu sein (Kabel aufwickeln, Markise einfahren und Möbel verstauen) ist auch nicht so groß wenn wir doch mal wegfahren wollen. Ein Dachzelt auf dem Auto wieder zusammenzufalten, besonders wenn es noch schön nass ist, wäre auch nicht viel geringer. Wobei diese Idee nach wie vor irgendwo im Kopf herumgeistert. Ein kleines Zelt würde (mit dem richtigen Dachträger) auf jedes einzelne Auto im SZK Fuhrpark passen. Dann bliebe nur das Problem mit der Hundebox im Kofferraum so das kaum noch Stauraum für unser Gepäck bleibt.

 


Im James Cook auf Sprinter Basis haben theoretisch vier Personen Platz zum Sitzen, Schlafen und angeblich auch für ihr Gepäck. Uns wird es mit zwei Erwachsenen schon etwas eng. Von der Nutzlast ganz zu schweigen. Der Knaus auf Ducato Basis hat Sitzplätze für sechs Personen, zwei feste Doppelbetten und einen Schlaftisch. Und trotzdem ist dieses Wohnmobil zumindest auf dem Papier tatsächlich nicht mal 3000kg schwer so das wir wirklich alles mitnehmen können was wir wollen ohne direkt überladen zu sein. Speziell bei Reisen ins Ausland kann das ein wichtiges Kriterium sein. Über 3.5t zulässigem Gesamtgewicht braucht es immer noch einen Lkw-Führerschein und im Ausland wird gerne eine höhere Maut fällig. All das ist für unseren kleinen Urlaub erstmal irrelevant, aber vielleicht fahren wir nochmal weiter weg. 



Die Suche nach einem geeigneten Mietfahrzeug fiel ziemlich kurz aus. Wenn man in der näheren Umgebung sucht und Wert darauf legt ein Haustier mit an Bord nehmen zu dürfen gibt es gar nicht mehr so viel Auswahl. Das kleinste "richtige" Wohnmobil haben wir ausgesucht, es war zur gewünschten Zeit verfügbar und der Preis akzeptabel. Fall abgeschlossen. Wir wollen es ja nicht gleich kaufen sondern nur eine Woche benutzen. Darum sind wir nicht wählerisch was Ausstattung und Größe angeht. Solange alles funktioniert und bei der Einweisung die Funktionsweise der wichtigsten Systeme vermittelt wird, sind wir schon zufrieden. Ein ordentliches Übergabeprotokoll mit allen vorhandenen Vorschäden und die Liste der angemeldeten Fahrer ist bei einem gewerblichen Vermietunternehmen obligatorisch. Genau so wie die Kaution die gerne Bar vor Ort hinterlegt werden muss. 



Mit einem größeren Auto oder Gespann hätte man vielleicht mehr Platz und Luxus an Bord, aber der Preis dafür ist ein höherer Spritverbrauch und Einschränkungen bei der Auswahl wo man überhaupt campen kann und wieviel der Stellplatz dann kosten wird. Wir sind keine Glamper darum brauchen wir sowas nicht. Zumindest noch nicht. Und nach dem Urlaub muss der Bumms ja auch noch irgendwo untergestellt werden. In diesem Sinne wünschen wir gute Reise und schönen Urlaub. Bis demnächst.

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