Freitag, 6. Januar 2017

Spezialpassat im Prüfungsstress


So lange der Spezialpassatfahrer seinen Spezialpassat besitzt wird er traditionell am ersten Tag im neuen Jahr zur Hauptuntersuchung vorgeführt. Bisher gab es noch jedes mal die ersehnte Plakette. Doch in diesem Jahr gestaltet sich der Besuch beim TÜV etwas schwieriger, obwohl der Wagen frisch durchrepariert ist.

Der Tag begann schon sehr unbefriedigend; im ganzen Ort hat keine einzige Waschanlage geöffnet! Weder Portal noch Handwäsche sind möglich, so muss der Passat wohl oder übel mit dem gesammelten Dreck der letzten Wochen zur Prüfung. Das sollte die Erfolgschancen aber nicht wirklich beeinflussen. 


Ohne die obligatorische Wäsche stehen der Nikograf, Spezialpassat- und Fahrer vor der Prüfhalle und warten das es endlich losgehen kann. Während dieser halben Stunde kann man sich die frisch gebackenen Fahrschüler anschauen die soeben aus der theoretischen Prüfung entlassen worden sind. Die meisten sehen ganz zufrieden aus, hoffen wir mal dass sie bestanden haben. 

Pünktlich um halb Zehn ist unser Prüfer an der Halle und bittet uns hinein. Bevor die Untersuchung beginnen kann muss noch das eine oder andere technische Problem mit dem Laptop, Drucker und der Kommunikation zum Prüfstand überwunden werden. Doch irgendwann klappt es dann doch noch und der Passat darf zeigen was in ihm steckt.  Die Bremsanlage ist in den letzten Jahren einige Mal auffällig geworden und mittlerweile anscheinend durchrepariert. Beim Lichtcheck fällt nur eine defekte Kennzeichenleuchte auf, kein Beinbruch aber doch ärgerlich dass es vorher niemandem aufgefallen ist.


Weiter auf die Hebebühne und ab in die Luft geht es im nächsten Schritt. Ausgeschlagen ist schon mal nichts und die Stoßdämpfer sind noch trocken. Irgendwann müsste hier trotzdem nochmal investiert werden, besonders im Vergleich zum Normalpassat ist die schlechte(re) Straßenlage auffällig. Hier und jetzt soll uns das nicht weiter stören, so lange es noch zum bestehen reicht. 


 Die Probleme mit rostigen Bremsleitungen und verölte Servopumpe haben beide Passat gemeinsam. Mehr als einen Hinweis auf dem Prüfbericht müssen wir nicht befürchten, mittelfristig kann man vielleicht einen dichteren Ersatz vom Schrottplatz besorgen, andererseits ist diese Undichtigkeit in den letzten sechs Jahren auch nicht mehr schlimmer geworden. Der frisch geschweißte Schweller und rostige Radlauf stören den Prüfer nicht weiter, dennoch soll hier noch ein bisschen was für die Optik gemacht werden.


Zum Abschluss der Prüfung kommt nun die Abgasuntersuchung. Doch vorher muss der Abgastestcomputer zur Kooperation gebracht werden. Anscheinend kommen nicht nur Menschen schlecht ins neue Jahr. Da der Wagen schon wieder eine ganze Weile stillgestanden hat muss der Prüfer erstmal gut Gas geben um den Katalysator auf Betriebstemperatur und die Schadstoffemissionen auf den Sollwert zu bekommen. Irgendwann ist auch das geschafft und die neue orange Plakette kann zugeteilt werden.

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