Montag, 16. Mai 2022

Stilechter Ausflug zum Porsche Day ins Lenkwerk

 

Wenn es eine Sache gibt die wir noch lieber machen als an Autos zu schrauben, dann ist das mit ihnen zu fahren. Egal ob einfach so über Land, zu einem Museum oder zu einem Oldtimertreffen. Und wenn man zu einer solchen Veranstaltung fährt, dann natürlich gerne mit dem passenden Vehikel. Da wir heute zum Porsche Day ins Lenkwerk Bielefeld fahren wollen, muss natürlich ein Sportwagen aus Stuttgart hergeholt werden. Genauer gesagt ein 1979er Porsche 928 aus der Schweiz. 

 


Selbst wenn es nicht der allgegenwärtige 911er ist, hat auch dieser Wagen die wichtigen Porsche Eigenschaften in sich; die flache Form, die wilden Pascha-Sitzbezüge und die Sitzposition wenn man drin ist. Durch den klangstarken V8 Motor, Schaltgetriebe mit erstem Gang hinten links, sowie eine ausgewogene Gewichtsverteilung dank Transaxle Bauweise, sollte der 928 trotz seiner Größe und Gewicht einer sportlichen Fahrweise nicht abgeneigt sein. Leider haben wir keine Gelegenheit das mal näher auszutesten. Wir fahren nur über Landstraßen und Umgehungsstraßen, oder mitten durch die Stadt. Da wäre eine funktionierende Klimaanlage deutlich wichtiger als die Straßenlage. 

 

 

Eine gute halbe Stunde nachdem das Treffen offziell begonnen hat stehen wir in begleitung von zwei schwarzen 911 der Baureihe 996 (einmal Sauger einmal Turbo) vor der Einfahrt vom Lenkwerk. Das Gelände ist schon sehr gut gefüllt und die meisten Parkplätze vorm Haupteingang belegt. Zu unserem Glück sind gerade nochmal ein paar Plätze frei geworden so das wir nicht komplett auf der anderen Seite vom Areal parken müssen. Dafür stehen ganz in der Nähe jetzt diverse frühe und späte 911er mit Chromstroßstangen, oder Bremsscheiben die größer sind als die Felgen an unserem Wagen. Selbst wenn die aktuelleren 911 GT2RS schneller sind und mehr Leistung haben, sind meine persönlichene Favoriten dennoch die älteren Modelle. 

 

 

Irgendwie wird das typische 911er Design von Generation zu Generation immer wuchtiger und übertriebener. Das fällt besonders auf wenn mal ein sehr früher und ziemlich neuer Wagen nebeneinander parken. Was positiv zu bemerken wäre; Porsche Fahrer sind nicht ängstlich ihr Auto in einer auffälligen Farbe zu bestellen. Egal ob damals oder heute, die breite Auswahl der Farbpalette wird oft und gerne voll ausgereizt. Daran könnten sich andere Marken wirklich ein Beispiel nehmen. Nachdem wir uns lange genug vor dem Gebäude herumgetrieben haben geht es jetzt ins Innere. Dort haben mehrere der ansässigen Werkstätten passende (Kunden)Fahrzeuge aufgestellt. So sieht man einmal die Evolution der 911 Baureihe vom F-Modell aus den 70ern bis zum aktuellen Baujahr nebeneinader. 

 


Auch auf der Rückseite vom Lenkwerk ist der Parkplatz nahezu komplett voll. Inzwischen haben wir fast jedes Modell zumindest einmal gesehen. Also Heckmotor 356 und 911, Mittelmotor 914 und Carrera GT sowie Frontmotor 924 944 und 928. Und ja irgendwo stehen auch mal ein Cayenne oder Panamera in der Reihe. Aber dafür sind wir heute nicht hier hin gekommen. Also gleich weitergehen und schauen was sonst noch an Spezialitäten teilweise von weiter weg herkommt. Sogar ein 959, das absolute Spitzenmodell seiner Zeit war auf eigener Achse da gewesen. Schon bemerkenswert dieses Modell mal in Bewegung zu erleben. 

 


Langsam werden die Beine schwer und der Hals trocken. Dafür gibt es diverse Futterbuden und Bierzeltbänke auf denen man gerne etwas länger verweilt. Dort wird über das Preisniveau und die Ersatzteilversorgung der unterschiedlichen Modelle diskutiert. So viel anders sind die Gespräche bei den Oldtimertreffen die wir bisher schon besucht haben auch nicht gewesen. Dann machen wir uns wieder auf den Weg übers Gelände und schauen was in der Zwischenzeit neu dazugekommen ist. Ein weißer Carrera GT zieht nicht nur unsere Aufmerksamkeit auf sich. Mit dem V10 Mittelmotor schon deutlich anders als alles was man sonst mit der Marke Porsche in Verbindung gebracht hat. 

 


Das Porsche nicht nur Sportwagen mit Boxermotor im Heck gebaut hat beweist spätestens ein kleines rotes Cabrio das laut klöternd und mit einer schwarzen Dieselwolke hinter sich aufs Gelände rollt; ein Porsche 108-4 auch bekannt als Junior Ackerschlepper. Mit so einem Trecker ist man sicher nicht der Schnellste, aber das man auch mit 15kmh Spaß haben kann wussten wir ja schon immer. Für uns wird es jetzt langsam Zeit die Rückreise anzutreten. Im Tunnel auf den Ostwestfalendamm haben wir nochmal Gelegenheit den Sound vom 4,5l großen V8 zu genießen. Klingt fast so gut wie der TransAm mit dem wir letztes Mal hier waren. Das Baujahr passt auch. 

 

 

Wenn die Zeit und das Wetter mitspielen wollen wir im nächsten Jahr defintiv wieder vorbeikommen und schauen was in den Garagen der Republik so alles verborgen ist. Alternativ könnte man mal wieder zum Porsche Museum nach Stuttgart fahren.

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