Montag, 25. September 2023

Lexus IS300 Lambdasonde prüfen & tauschen


Eigentlich war die Reise an dem Wochenende sehr sehr gut gelaufen. Wofür hat man auch so einen Fernreisekombi, wenn er mittlerweile doch hauptsächlich 20 km ein Weg zur Arbeit Pendeln darf? Also freitags um 7 Uhr ab auf die Bahn und 600 km nach Nähe München abreißen, um alte Bekannte zu besuchen. Nach sechs Stunden entspannt ankommen, tanken, sich über den verhältnismäßig geringen Durchschnitssverbrauch freuen und das Wochenende genießen. 

 

Dann sonntags gegen Mittag wieder zurück. Wieder sechs Stunden mit unter anderem K-DST, NFSU2 Soundtrack und Rodrigo y Gabriela Beschallung aus den neun Lautsprechern abspulen. Auf den letzten der 1200 km dieser Tour geht unvermittelt die Motorkontrolleuchte an. Tja. Was kann das sein. Auto läuft weiterhin normal. Hm. Erstmal ankommen. Kurz darauf wird dann das Multimeter gezückt, denn bei diesem Fahrzeugmodell gibt es einen sehr typischen Fehler, der immer mal wieder auftritt. 

 

 

Und nachdem die ersten beiden Lamdasondenstecker abgezogen sind und die nicht vergoldeten Kontakte auf ihren Widerstand geprüft wurden, lässt sich der Übeltäter hinter der Luftaustrittsdüse im beifahrerseitigen Fußraum hinten entdecken. Die Lambdasonde Bank 2 Sonde 2 - also die Kontrollsonde für den Kat der hinteren 3 Zylinder - hat ihre Heizung verloren. Typischerweise haben die Sonden bei Raumtemperatur zwischen den beiden schwarzen Leitern einen Widerstand von ca. 12 Ohm (in dem Bereich). 

 

 

Dieser Widerstand steigt mit der Temperatur und reguliert so den Wärmeeintrag in die Sonde. Zumindest bis die Heizung eben durchbrennt. Es gibt dann Fahrzeughalter, die bestehen darauf bei Toyota/Lexus für Unsummen eine "originale" Sonde mit passend konfektioniertem Kabel zu erwerben. (Unter 125 € geht da sicherlich nichts.) Oder man bestellt einfach direkt 2x die DOX-0109 Denso Universalsonde für 30 € die im Grunde genauso original ist, denn die kann man sich ins Lager legen, für den Fall, dass nochmal eine Sonde kaputt geht. 

 

 

Alle vier verbauten Sonden sind nämlich nur dem Kabel nach unterschiedlich. Und da auch früher schon mal gute Erfahrungen mit den quetsch-schrumpf Verbindern der Universalsonden gemacht wurden - diese halten bei der Celica seit so vielen Jahren, dass nicht mehr bekannt ist, wann die überhaupt eingebaut wurden - spricht eigentlich nichts gegen die günstigere Alternative. Der eigentliche Wechsel geht dank der Hebebühne und der Lambdasondennuss für die 1/2 Zoll-Knarre in der SZK Stammgarage sehr angenehm von Statten. 

 

 

Eben die Sonde unter dem Sitz abstöpseln und schon mal den Stecker ein bisschen Richtung Kabel unter den Teppich bewegen. Dann die kleine Unterbodenverkleidung in der Nähe der Sonde abnehmen und die Gummitülle herausfummeln. Anschießend die Sonde mit Gefühl lösen und herausdrehen. Diese hier geht zum Glück ohne Widerworte los und ist sehr gut mit dem Werkzeug zu erreichen. Die vorhandene Isolierung wird per Schnitt durch das Kabel zwischen Tülle und Stecker wiederverwendbar gemacht und die Leitungsverbinder im Fahrzeuginneren angeordnet. 

 

 

So wird das Risiko von Wassereintritt noch weiter reduziert. Dann die acht Kabelenden per Abisolierzange vorbereiten und mit den Verbindern vercrimpen. Einmal vorsichtig mit der Heißluftpistole die Verbinder schrumpfen und etwas IsoBand drumherum, um den Kabelstrang am Auffächern zu hindern. Alles zurück ans Auto. Die beiliegende Paste aus dem Rep-Satz aufs Gewinde, Sonde mit 45 Nm festziehen und den Fehler per OBD Adapter zurücksetzten. 

 

 

Versuche das Gleiche mit einer kurzen Probefahrt oder dem ziehen der EFI Sicherung für einige Minuten zu erreichen schlugen fehl. Batterie abklemmen wäre eventuell noch eine Möglichkeit, aber wenn man das nicht muss, macht man das auch nicht unbedingt. Und so geht’s dann auf die nächsten hoffentlich weiter sorgenarmen Kilometer. 

 

Text&Fotos:N.S.

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