In diesem Jahr waren wir erst einmal im Gelände und das war die persönliche Saisoneröffnung im Mammutpark Stadtoldendorf. Wie treffend wäre es dann auch gegen Saisonende nochmal dort hin zurück zu kehren und etwas mit den Suzukis und Jeeps im Schlamm zu spielen. Das Wetter könnte halbwegs gut werden und die Autos sind startbereit. Was soll jetzt noch schief gehen? Im besten Fall springt ein tolles Wochenende und eine gute Geschichte dabei heraus. Das Team Rappelmann ist zwei Fahrzeugen vor Ort und wir bringen den gelben Jimny mit.
Anschließend treffen sich alle Besucher der Jeep Community am Zelt zur offiziellen Begrüßung und Umtrunk. Wir wollen lieber nicht allzu lange aufbleiben und früh ins Bett. Wie immer in der Pension mit dem besten Blick auf den Mammutpark (und einem alten 3er BMW im Garten). Nach dem schnellen Frühstück und dem obligatorischen Einkauf in der Bäckerei um genügend Käsebällchen fürs Wochenende zu erwerben, stehen wir pünktlich um 10h wieder am Festzelt wo die Trophy gestartet wird. Insgesamt sind 15 Fahrzeuge in diesem Jahr mit am Start. Dafür das die Jeeps durchweg größere Räder als unsere Japaner haben, rechnen wir uns trotzdem gute Erfolgschancen aus da wir kleiner und wendiger sind. Abgesehen davon kann man auch beim Roadbook und den Spielen Pluspunkte sammeln.
Zum Beispiel beim Dosenschießen mit der Korkenpistole. Zu viel Ehrgeiz sollte man dabei nicht mitbringen, der Spaß steht immer an erster Stelle. So brechen wir frohen Mutes in loser Reihenfolge auf und versuchen uns anhand des Roadbook durch die Stadt und das Umland zu orientieren. Statt Baumaffen oder Stempelstellen müssen wir unterwegs anhalten und Fragen beantworten. So kommen wir auch am PS Speicher in Einbeck vorbei wo gerade ein Porsche 928 Club ebenfalls eingetroffen ist. Viel größer hätte der Kontrast an Fahrzeugen dieses Wochenende wohl kaum sein können. Wir müssen jetzt aber auch weiter, der Tag ist noch nicht zu ende. Wieder im Park angekommen müssen weitere Geschicklichkeitsaufgaben mit und ohne Auto erledigt werden.
Speziell die Aufgabe mit einer vollen Wasserschale in den Händen des Beifahrer über die Wippe zu fahren ohne etwas zu verschütten war für alle eine große Herausforderung. Dabei macht sich eine wasserfeste Bekleidung und Innenausstattung definitiv bezahlt. Danach folgt die letzte große Aufgabe in Form der Trial Strecke. Ohne Zeit Limit, aber mit der Auflage keine Stangen zu berühren, Kugeln runter zu schmeißen oder Rückwärts zu fahren (das gibt alles Strafpunkte) gilt es irgendwie ans Ziel zu kommen. Selbst mit unseren Kleinwagen haben wir große Probleme und müssen mehr rangieren als uns lieb ist. Aber genau darin besteht nun mal die Herausforderung. Wie gut wir am Ende wirklich waren, erfahren wir erst Abends bei der Siegerehrung. Die Zeit bis dorthin überbrücken wir durch freies Fahren im Park.
Mittlerweile regnet es auch nicht mehr, aber alle Wege und Böden sind ordentlich nass und schmierig. In jedem Fall wollen wir möglichst weit kommen und die altbekannten Wege versuchen bis zum Ende zu fahren. Dabei können wir auch ausprobieren ob die Verschränkungseigenschaften vom Jimny durch den Umbau auf PU-Buchsen im Fahrwerk wirklich schlechter geworden sind. Das Fazit sieht so aus das wir rein optisch keinen Unterschied feststellen können und die Kombination aus vernünftigen Reifen und Traktionskontrolle immer noch sehr gut funktioniert und wir fast immer durchkommen. Im Zweifelsfall scheitert es wie so häufig an mangelnder Bodenfreiheit unter den Achsen oder unterm Rahmen. So kommt an diesem Wochenende immerhin schonmal die Seilwinde für uns zum Einsatz.
Durch den Regen bedingt, sind die Wasserlöcher ein bisschen voller als bei unserem letzten Besuch. Das schreckt uns nicht davon ab sie, mit der entsprechenden Vorsicht, zu durchfahren. Wir sollten wirklich endlich mal dazu kommen und den Schnorchel montieren der seit geraumer Zeit in der Garage herumliegt. Aber für heute geht es auch nochmal so. Und jetzt machen wir sowieso erstmal Mittagspause. Ein paar kleine Snacks auf die Hand müssen ausreichen, heute Abend gehen wir dann wohl wieder ins Restaurant. Nebenbei schauen wir uns an wie ein recht stark umgebauter Suzuki mit gebrochener Vorderachse mittels Radlader aus dem Gelände zurück ins Camp gezogen wird. Sowas kann einem echt das Wochenende vermiesen. Hoffentlich haben wir nicht so viel Pech. Das erfahren wir bei der Siegerehrung am Abend. Jetzt auch mit Lagerfeuerromantik.
Tatsächlich haben sowohl wir als auch Team Rappelmann es nur auf die mittleren Plätze geschafft. Aber das ist uns egal. Wir hatten jede Menge Spaß und da es planmäßig nur noch ein weiteres Jeep Community Treffen mit Trophy im nächsten Jahr geben soll, sind wir sehr froh heute hier gewesen zu sein. Noch besser wird der Abend als die Preise für das schönste Auto vergeben werden. Ausgerechnet die Allrad-Tomate staubt den Pokal für das beste Cabrio ab. Sehr zu recht wie wir finden und ein weiterer Beweis das diese kleinen Blechbüchsen unbedingt erhalten werden müssen. Mit diesen und anderen weltpolitischen Gesprächsthemen geht der Abend irgendwann zu ende und das Bett ruft. Am Sonntag wollen wir nochmal ein paar entspannte Runden durch den Park drehen. Bei unserer Ankunft sind die allermeisten Besucher der Jeep Community bereits abgereist so das wir im Park bis auf ein paar Fernreisewohnmobile die ein Fahrtraining machen ziemlich allein unterwegs sind.
Da die Tomate am Samstag Abend auf dem Campingplatz stehen geblieben ist, wurde der Rappelmann mit zur Pension genommen. Dort sprang er bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit irgendwie schlecht an. Und jetzt nachdem wir gerade ein paar Minuten unterwegs sind und das erste Wasserloch erfolgreich durchquert wurde fängt er richtig an zu husten und will gar nicht mehr laufen. Einen noch schlechteren Ort dafür hätte es kaum geben können. Jetzt müssen wir entweder schnell den Fehler finden oder den Rappelmann irgendwie hier raus ziehen. Wie das gelaufen ist berichtigen wir euch dann beim nächsten Mal.








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