Urlaub an der Ostsee haben wir schon ein paar Mal gemacht. Jetzt soll es ein Urlaub an der Ostküste werden. Für zwei Wochen die USA erleben und Neues entdecken. Beziehungsweise überprüfen ob unsere Vorstellungen und Vorurteile Erfüllt werden oder doch alles ganz anders ist als man hier so mitbekommt. Die Idee schwirrt schon seit einer Ewigkeit in den Köpfen herum und dieses Jahr wollen wir es endlich mal in die Tat umsetzen. Was soll schon passieren? Und worauf wollen wir noch warten bis wir es endlich machen? Also rein ins Reisebüro und zwei Sitzplätze im nächsten Flieger gebucht, oder zumindest so ähnlich.
In Wirklichkeit haben wir uns seit dem letzten Jahr mehr oder weniger Intensiv mit der Planung und Vorbereitung für diese Reise beschäftigt. Schließlich ist es doch was anderes ob man nur innerhalb Europas ein anderes Land bereist oder erstmal ein paar Stunden über den Atlantik fliegen muss nur um dann vielleicht gar nicht einreisen zu können oder anderweitig Probleme zu kriegen. Für uns ist das alles im wahrsten Sinne des Wortes Neuland. Darum wollen wir lieber auf professionelle Hilfe zurückgreifen, also auf ins Reisebüro. Natürlich könnte man sowas auch selbst organisieren und damit Geld sparen, aber in Anbetracht der Gesamtkosten die wir grob kalkulieren, sollte uns das nicht den Hals retten.
Was wir schon wissen sind ein paar Reiseziele, wo wir wie lange bleiben wollen und welche Ansprüche wir haben. Damit kann das Reisebüro hoffentlich ein Angebot machen das zu uns und unserem Budget passt. Letztendlich wurde es ein Kompromiss aus Vorgeplanter Reise und Freestyle vor Ort. Die wichtigen und teuren Punkte wurden in Deutschland geklärt und gebucht, den Rest machen wir so wie es sich gerade ergibt. Das heißt die Transatlantikflüge, das erste Hotel, ein Inlandsflug und der Mietwagen. Damit ist schonmal gewährleistet das wir hin und zurück kommen und ein Dach überm Kopf sowie ein Auto unterm Hintern haben werden. Als nächstes kümmerten wir uns um die Bürokratie. Neue Reisepässe, ein internationaler Führerschein, Kreditkarten, SIM-Karten und der ESTA-Antrag. Ohne den kommt man als Europäer nicht in die USA.
Da wir mehr als ein halbes Jahr vor geplantem Reisebeginn damit begonnen haben, war der ganze Prozess ziemlich entspannt und ohne übermäßige Hektik machbar. Das war definitiv eine sehr weise Entscheidung. So bleibt genügend Zeit sich um kleine aber wichtige Details zu kümmern. Zum Beispiel das Reisegepäck optimal auszuwählen. An dieser Stelle versuchen wir tatsächlich möglichst effizient zu sein und die Kosten zu minimieren. Darum sind die Koffer so klein und leicht das wir mit den 8kg fürs Handgepäck auskommen um auf dem Hinflug keinen Aufpreis zu zahlen. Je nachdem wie viel Zeug wir im Urlaub kaufen, müssen wir dann einfach weitere Koffer und Reisetaschen besorgen und ggfs. auf den Flügen extra Bezahlen.
Damit unsere erste richtige Flugreise möglichst entspannt anfängt, wollen wir uns auf keinen Fall unter Zeitdruck bei der Anreise setzen lassen. Deshalb reisen wir schon am Vorabend an und übernachten in einem Hotel in der Nähe vom Flughafen, so bleibt morgens nur eine kurze Shuttlebusfahrt und schon sind wir am Terminal. So zumindest der Plan. Natürlich musste uns einen Tag vor der Abfahrt auffallen dass bei Siggis Panoramadach offensichtlich doch nicht alles wieder richtig abgedichtet wurde und Wasser im Fußraum steht. So können wir das Auto definitiv keine zwei Wochen irgendwo draußen stehen lassen. Der Fiesta und der Jimny sind prinzipiell fahrbereit aber möglicherweise reicht der Kofferraum für unsere Rückfahrt nicht aus - je nachdem wie viel wir einkaufen.
Darum leihen wir uns sicherheitshalber den blauen Trivialpassat aus und fahren damit gute 3,5h Stunden über Autobahnen und kurvige Landstraßen bis nach Frankfurt. Im Übernachtungsangebot des Hotel sind auch gleich zwei Wochen Parkdauer auf dem eigenen Parkplatz inkludiert. Das macht es günstiger als im Parkhaus zu parken. Noch ein letztes Abendessen im Hotelrestaurant und ein kleiner Spaziergang zum Luftbrückendenkmal direkt neben an und dann heißt es ab ins Bett und schlafen während draußen im Minutentakt die Flugzeuge starten und landen. Aber nicht bevor wir uns online bei der Airline registriert haben und so in Echtzeit per Handyapp informiert werden wenn irgendwelche Planänderungen auftreten. Zum Beispiel dass alle Passagiere ihr Handgepäck kostenlos einchecken lassen können um Platz in den Staufächern der Kabine zu sparen.
Genau das machen wir gleich nach unserer Ankunft am Flughafen, eine Sache weniger die wir mit uns herumschleppen müssen. Jetzt nur noch durch die Sicherheitskontrolle und dann eine gute Stunde warten bis das Boarding beginnt. Übrigens dürfen keine gefüllten Getränkeflaschen durch die Sicherheitsschleuse genommen werden, dafür gibt es kostenlose Füllstationen direkt dahinter. Sowas muss man halt nur wissen statt für teuer Geld direkt wieder neues Wasser zu kaufen. Sobald unsere Boardinggruppe endlich an der Reihe ist müssen wir einmal durch den Gang zum Flieger runter und lang durch die Kabine hindurch gehen. Unsere Sitzplätze sind ziemlich die letzten, das hat den netten Effekt das es nur zwei Stühle nebeneinander gibt und wir deutlich mehr Platz neben uns haben. Nur die Beinfreiheit ist in der Economyclass einfach bescheid. Für die nächsten gut 8.5h soll es wohl gehen.
Die Landung in Newark ist härter als Gedacht aber sicher gelandet ist eben sicher gelandet. Endlich Zeit sich die Beine zu vertreten, auch wenn es nur bis zur Einreisekontrolle ist wo neben unseren Reisepässen auch die Fingerabdrücke und Gesichter eingescannt werden. Die anschließende Befragung ist kurz und weit weniger schlimm als die Horrorgeschichten von denen wir vorab gehört haben. So schnell kanns gehen, jetzt sind wir offiziell in den USA. In der Zwischenzeit hat unser Gepäck ebenfalls das Karussell erreicht und wartet auf uns. So wie es aussieht unbeschadet. Das freut uns. Die Kombination aus bequemer Jogginghose, Trolley, Rucksack und Reiseetui erweist sich als perfekt für unsere Zwecke. Dann kann man auch einfach die Rolltreppe nehmen statt auf den Fahrstuhl zu warten.










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