Die Hauptuntersuchung steht bald wieder an und der Omega ist definitiv noch nicht bereit für eine erfolgreiche Untersuchung. Unter anderem sind die Hauptscheinwerfer bzw. ihre Streuscheiben wieder komplett blind. Schon vor fast einem Jahr haben wir uns darum besser erhaltene gebrauchte Scheinwerfer gekauft. Leider haben die einen Omega-typischen Defekt und lassen sich nicht mehr richtig einstellen.
Zum Glück sind wir nicht darauf angewiesen uns nicht mehr existierende Ersatzteile zu besorgen oder nach anderen brauchbaren Exemplaren zu suchen; die Lösung findet sich im Internet bzw. 3D-Drucker. Unsere erste Idee einfach die alten Scheinwerfer nochmal aufzupolieren und weiter zu benutzen wurde in dem Moment zunichtegemacht als wir feststellten das bei diesen Ebenfalls die Links-Rechts Einstellung kaputt ist. Immerhin haben wir so die doppelte Chance alles richtig zu reparieren.
Da das neue Scheinwerferpaar deutlich besser aussieht und bereits vom restlichen Auto getrennt ist, versuchen wir natürlich diese zuerst in Ordnung zu bringen. Die Ersatzteile kosten im Netz rund 30€ und sollen alle unsere Probleme lösen. Jetzt müssen wir nur noch den Scheinwerfer öffnen und in seine Einzelteile zerlegen. Dafür benötigen wir einen Heißluftfön um den Kleber zwischen Vorder- und Hinterteil aufzuweichen. Das klappt tatsächlich besser als gedacht. Wir arbeiten uns langsam einmal im Kreis ums Gehäuse, die Plastiklaschen etwas anheben, mit dem Fön draufhalten und mit gefühlvoller Gewalt alles auseinander drücken.
Sobald die Streuscheibe, die eigentlich nichts mehr streut sondern nur den Scheinwerfer abschließt, komplett entfernt ist können wir den Chromrahmen rund um den eigentlichen Scheinwerfer nach vorne rausziehen. Die vier Führungsnasen vom Rahmen müssen später wieder genau so in ihre Löcher gesteckt werden. Um besser arbeiten zu können nehmen wir uns jetzt einen kleinen Schlitzschraubendreher und hebeln mit größer Vorsicht die weiße Klammer von der Höhenverstellung zum Scheinwerfer weg. Da die links-rechts-Verstellung bereits abgebroch ist kann das komplette Innenteil jetzt etwas nach vorne geklappt und zur Seite vom unteren Kugelgelenk abgezogen werden.
Nur noch die Stecker vom Abblend-,Fern- und Standlicht abstecken und schon haben wir zwei Einzelteile in der Hand. Mit dem kleinen Schraubendreher hebeln wir jetzt die zweite weiße Klammer ab und popeln die zerbrochenen Reste von dem schwarzen Plastikteil welches die Klammer und die Spindel miteinander verbunden hat auch noch heraus. Das selbe machen wir auf der Spindel auch nochmal. Dann kann die weiße Klammer auf unser gedrucktes Ersatzteil (hier in Silber) wieder aufgesteckt und selbiges auf die Gewindestange aufgesetzt werden. Damit wir keinen Tennisarm vom Drehen der Einstellschraube kriegen, benutzen wir jetzt einen Akkuschrauber mit 4mm Inbusbit, aber bitte nicht übertreiben mit der Geschwindigkeit, sonst schmilzt der Kunststoff weg.
Jetzt müssen wir nur noch alles wieder zusammenbauen, also die Kabel wieder anbringen, das Kugelgelenk einsetzen und die beiden weißen Klammern einrasten lassen. Der Chromrahmen saß zunächst nicht richtig, das merkt man am zu großen Spaltmaß in Richtung Blinkergehäuse. Da sich die Dichtmasse bei der Demontage ein bisschen unschön verteilt hat, drücken wir sie wieder in die dafür vorgesehene Nut und schnappen uns anschließend den Heißluftfön. Immer in Bewegung bleiben und rundherum gehen bis der Kleber überall wieder etwas weich geworden ist. Dann schnell aber ordentlich die Streuscheibe aufsetzen und fest zusammendrücken bis alle Haltenasen wieder gepackt haben. Wer sich unsicher ist kann auch nochmal eine zusätzliche Naht mit Silikon oder ähnlichem außen herum ziehen.
Als vorletzter Schritt auf dem Plan muss der Scheinwerfer natürlich noch eingebaut werden. Dazu erstmal die Motorhaube öffnen, den Plastikdübel an der Plastikleiste unterhalb des Scheinwerfer rausziehen (Richtung Haubenmitte) und die Leiste vorsichtig rausziehen. Dabei kann sie leicht zerbrechen also lieber ein bisschen rumwackeln und probieren statt gleich Gewalt anzuwenden. Der Scheinwerfer wird von drei Schrauben gehalten, die untere ist nur mit einer langen Verlängerung zu erreichen. Immerhin fällt sie direkt bis auf den Erdboden durch wenn man sie verlieren sollte. Nun kann der Scheinwerfer ein Stück weit vorgezogen werden um an die Steckverbinder auf der Rückseite zu gelangen (Hauptstecker, Blinker und Leuchtweitenregulierung). Mit dem neuen Scheinwerfer alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Da wir zuhause nicht die Möglichkeit haben unsere Scheinwerfer korrekt einzustellen lassen wir das Auto bis zum nächsten Tag stehen und fahren dann erst zur Werkstatt. Damit wir den optimalen Effekt haben, wurden die vorhandenen Glühlampen wie bei den alten Scheinwerfern gegen Osram Nightbreaker ausgetauscht. Bei der obligatorischen nächtlichen Testfahrt sind wir der Meinung dass der Omega jetzt definitiv wieder mehr Licht auf die Straße wirft. Nur ob sie wirklich wasserdicht sind haben wir noch nicht ausprobiert. Aber das hat auch noch etwas Zeit. Für die Hauptuntersuchung haben wir jetzt noch mehr Baustellen zu erledigen.







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