Montag, 5. Januar 2026

Was wurde aus....SZK Fuhrpark Archäologie


In den letzten knapp 15 Jahren haben wir im SZK eigentlich immer nach der Maxime gelebt das es besser ist tagelang Arbeit und horrende Summen für Ersatzteile zu investieren um ein altes (oder zumindest älteres) Auto weiter auf der Straße zu halten statt sich einfach so ein Neues (oder neueres) zu holen. Aber das klappt selbst bei uns nicht immer. Egal ob durch einen größeren Unfall, kapitalen Schaden am Motor oder weil sich so viele kleine und große Probleme angesammelt haben das es einfach keinen Sinn mehr macht - irgendwann ist die Zeit gekommen sich zu trennen. 



Darum gibt es jetzt zum Jahresanfang einen kleinen Blick ins Schlagzeilenkäfer Fuhrpark Archiv. Welche Autos sind denn überhaupt so von uns gegangen. Also so richtig weg und nicht einfach nur dauerhaft unterwegs oder derartig unauffällig das wir einfach nichts zu berichten hätten. Tatsächlich ist es einfacher mit den Autos zu beginnen die aus der Anfangszeit bis heute durchgehalten haben. Das sind die beiden blauen Passat B4 aka Spezialpassat und Normalpassat, der silberne Opel Omega und der grüne Opel Vectra aka die heilige Kuh. 



Das Urgestein Audi A4 B5, der Wagen über den wir im aller ersten SZK Artikel geschrieben haben, musste nach geschätzten fünf Unfällen dann leider doch aufgrund zu hoher Reparaturkosten zum Exporthändler abgegeben werden. Insgesamt elf Jahre lang leistete er uns mehr oder weniger treue Dienste und hat verdammt viel mitgemacht. Wenn er mal nicht lief dann meistens wegen Problemen mit der Zündanlage. Immerhin waren die Teile dafür nicht all zu teuer und leicht zu tauschen. Wir sind froh das dieser Audi uns so lange treu begleitet hat, wäre der letzte Unfall nicht gewesen, hätte er im letzten Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert. 



Nicht zum Verschrotten sondern zum weiterleben musste der grüne VW T4 bereits vor knapp 6 Jahren von uns uns gehen. Wir hoffen jedenfalls das er nicht (sofort) verschrottet wurde. Schließlich haben wir über mehrere Jahre hinweg ziemlich viel Zeit und Teile investiert um ihn nicht nur durch die Hauptuntersuchung zu boxen sondern auch besser funktionieren zu lassen. Inklusive der einen oder anderen Speziallösung für den geplanten Einsatz als Campingfahrzeug. Jetzt wo uns auch noch der rote T4 Multivan verlassen hat, gibt es aktuell bullimäßig gar nichts im SZK zu berichten, aber das könnte sich gerüchteweise auch schon bald wieder ändern.



Ebenfalls komplett aus dem Portfolio gestrichen wurden alle Siebener (und ein Fünfer) BMW, damit sind die Baureihen E32 E34 und E38 nicht mehr repräsentiert. In allen fünf Fällen lag es entweder an akut fälligen, teuren und aufwändigen Reparaturen (Motorschaden, Elektrikfehler, Getriebeprobleme, durchgerosteter Tank) oder am starken Rost an sämtlichen Karosserieteilen der selbst mit einem Haufen gebrauchter rostfreier Ersatzteile immer noch verdammt viel Zeit und Geld bei der Lackierung gefressen hätte. Dann muss der BMW leider entweder zum Schrotti (so wie der weiße E32 und schwarze E34) oder selbstständig ausgeschlachtet werden (grauer Autogas E38) oder an fähigere Menschen weitergegeben werden (Export).



Im Vergleich dazu war die Entscheidung sich von Mels grauem Mitsubishi SpaceStar zu trennen gar nicht so langwierig. Es wäre theoretisch bestimmt noch einige Jahre weiterhin gut möglich gewesen damit durch die Weltgeschichte zu gondeln. Auch wenn die Schaltung ausgeleiert ist und die Klimaanlage nicht mehr funktioniert - alle lebensnotwendigen Systeme funktionierten. Aber irgendwann kommt manchmal einfach der Wunsch nach einem neuen Auto mit mehr Platz, Leistung, Komfort und Schnickschnack auf. Ob der neue Renault Kadjar genau so lange in der Familie bleiben und soviel durchhalten wird, bleibt abzuwarten. Zumindest ist er schneller und langstreckentauglicher.



Exakt die selben Beweggründe brachten Tippe dazu seinen E85 Fiesta gegen einen Golf GTD zu tauschen. Ansonsten hätte der Ford noch viele Jahre bleiben können. Immerhin ist er nur bis ins Nachbardorf verkauft worden und dreht dort mit dem nächsten Fahranfänger weiterhin fleißig seine Runden. Dank den weißen Rallyestreifen erkennen wir diesen blauen Ford immer wieder, egal wo wir sind. Alternativ könnte man es so machen wie Herr N. und sein allererstes eigenes Auto einfach nicht verkaufen und in einer kleinen verstaubten Garage einmotten und vielleicht irgendwann eines schönen Tages wieder raus holen und das Gefühl bekommen wieder 18 Jahre alt zu sein. 



So ein bisschen ist das auch immer ein Argument warum mein silberner Omega eigentlich niemals verkauft werden kann. Auch wenn wir ihn wirklich kaum noch benutzen und irgendwie immer irgendwas kaputt oder zumindest nicht 100% in Ordnung ist. Definitiv nicht annähernd so sentimental waren sämtliche Besitzer eines VW Polo 6N die wir im Laufe der Jahre kennengelernt haben. Egal ob Angies Polo der mindestens drei Mal sein Getriebe aus- und wieder eingebaut bekommen hat oder Nicky mit seinem Ratten-Polo der nicht einmal in seinem Leben gewaschen wurde bis hin zum grünen Polo der sogar eine funktionierende Klimaanlage hatte. 




Manchmal ist ein Auto wirklich nur ein Fortbewegungsmittel und sobald es sich nicht mehr benutzen lässt oder das Geld für ein Upgrade da ist, wird es aussortiert. Immerhin konnten alle drei nochmal für ein paar Euro verkauft werden und gingen nicht direkt in die Schrottpresse. Das selbe ließ sich leider nicht über einen gewissen blauen Ford Mondeo Turnier sagen der nicht mal einen Monat nachdem wir endlich sämtliche Technikprobleme beseitigt hatten einen Auffahrunfall hatte und dann nochmal weitere fünf Monate später ein weiteres Mal und dann endgültig zusammengeschoben wurde. Vielleicht hätte man ihn mit ganz viel Zeit und Ersatzteilen nochmal hinbekommen können, aber insgeheim wusste jeder das es sich niemals lohnen würde. 



Das es auch anders laufen kann hat uns der grüne Renault Clio erfolgreich bewiesen. Nachdem wir ihn für die erste Besitzerin ein bisschen frisch gemacht haben, wurde er uns zum Kauf angeboten. Damit konnte Jakaster ihr erstes eigenes Auto erwerben und endlich beweisen das sie sich auch selbst darum kümmern kann. Ein ordentlicher Auffahrunfall später und der Clio ist offiziell nur noch Schrott. Doch eine neue Hinterachse und viel Spachtelmasse später sieht er schon fast wieder wie ein Auto aus. Nochmal zwei mehr oder weniger lange Phasen mit neuen Besitzern bis die Karosserie endgültig reif für den Schrott ist. Aber der Motor läuft noch gut und lebt mittlerweile in dem grauen Clio weiter welchen wir als Ersatz für diesen Renault gekauft hatten. 



Was lernen wir daraus? Manche Autos bleiben bei uns nicht weil sie wollen, sondern weil wir es tun. Aber manchmal hat das Schicksal einfach andere Pläne und lockt uns zu neuen Fahrzeugen. Oder der alte Wagen ist einfach zu klein, wird geklaut oder der Arbeitgeber lässt einen Firmenwagen springen. Bleiben wir gespannt welche Autos im SZK Fuhrpark noch so kommen und gehen werden. In jedem Fall werden wir hier darüber berichten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Absenden eines Kommentars bestätigst du, die Datenschutzerklärung (https://schlagzeilenkaefer.blogspot.com/p/impressum.html) zur Kenntnis genommen zu haben.

Mit Absenden deines Kommentars werden Name, E-Mail, Kommentar, URL, IP-Adresse und Zeitstempel in einer Datenbank gespeichert. Du kannst Deine Kommentare natürlich später jederzeit wieder löschen lassen

Indem du mir einen Kommentar hinterlässt, erklärst du dich AUTOMATISCH mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden!

Dieser Blog ist mit Blogspot erstellt und wird von Google gehostet.
Es gelten die Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen für Googleprodukte.