Neue Autos haben keine Seele, aber alte Autos immer irgendwas zu reparieren. Selbst ein top gepflegter VW Vento von 1997 braucht seine Aufmerksamkeit damit er nicht zerfällt. Darum soll er erstmal zum Lackierer gebracht und Karosserieseitig frisch gemacht werden. Da das Saisonkennzeichen zur Zeit nicht gültig ist, bieten wir uns an ihn mit dem Autotrailer dort hin zu bringen. Zugpferd unserer Wahl ist heute Siggi, der sollte damit überhaupt keine Probleme haben.
Schließlich hat der Wagen über 200PS und eine zulässige Anhängelast von 2000kg, so schwer sind der Vento und der Anhänger nicht mal annähernd. Besonders weil wir heute einen anderen Trailer benutzen der ohne elektrische Seilwinde oder aufgedoppelten Bodenbelag daherkommt. Der Vento sollte eigentlich aus eigener Kraft problemlos auf den Anhänger hoch fahren können, darum stört uns das nicht im geringsten. Das letzte Mal dass wir mit dem Insignia einen Anhänger gezogen haben ist schon wieder knapp 9 Monate her. Damals war es nur ein leichter Anhänger im Stadtverkehr, jetzt geht es etwas weiter weg.
Insgeheim ist unsere größte Sorge nur ob die schwenkbare Kugelstange wieder 10 Anläufe braucht bis sie wieder in der Parkposition eingerastet ist und der nervige Warnton ausgeht. Das Problem hatten wir beim letzten Mal. Jetzt sind wir erstmal mit dem leeren Hänger am Haken und einer Klappbox voller Spanngurte unterwegs zu unserem Bekannten um seinen Vento einzusammeln. Da der VW eigentlich bis zum nächsten Frühjahr im Winterschlaf sein sollte ist die Batterie ausgebaut. Also erstmal Werkzeug holen und den Akku wieder anschließen. Dann springt der Motor auch sofort an und spart uns viel Handarbeit.
Trotz der Tieferlegung hat der Vento gerade noch genug Bodenfreiheit um über die Rampen auf die Ladefläche zu fahren. Dafür ist er ein bisschen zu lang um die Vordere Bordwandklappe zu schließen, bzw. würde er etwas zu weit hinten stehen für eine optimale Schwerpunktlage. Darauf sind wir mittlerweile vorbereitet und haben einen kleinen Spanngurt eingepackt um die Klappe in der offenen Position auf der Deichsel festzubinden. Solange wir nicht zu enge Kurven fahren müssen sollte der Platz zwischen Insignia und Anhänger noch reichen. Der Weg zum Lackierer führt planmäßig nur über Land- und Bundesstraßen, da haben wir genug Platz.
Zumindest sobald wir es aus der Wohnsiedlung raus geschafft haben. Am Ortsausgang kann Siggi dann mal unter Beweis stellen wie viel Dampf er (noch) hat. Tatsächlich geht es ganz ordentlich voran. Aber alles rausquetschen wollen wir aus dem Motor dann auch nicht, schließlich haben wir es nicht eilig und das Getriebe muss noch ein paar Jahre durchhalten. So kommen wir nach einer guten Stunde beim Lackierer an und laden bei nasskaltem Wetter alles wieder ab. Während die letzten Details mit dem Lackierer besprochen werden können wir unser Gelumpe wieder verstauen und uns auf den Heimweg machen. Abgesehen von einem neuen sporadischen Motorengeräusch das wir vielleicht vorher einfach nie beachtet haben, hat Siggi das heute wirklich gut geschafft.
Für die Heimreise vom Lackierer zurück, eine Woche später, wurde eine alternative Transportlösung gesucht und gefunden; Überführungskennzeichen. Die nützen aber nur dann etwas wenn der VW auch die ganze Strecke aus eigener Kraft fahren kann. Woran es genau lag das der Motor unterwegs einfach ausging und nicht mehr anspringen wollte können wir noch nicht sagen. Die Werkstatt welche den VW auch abgeschleppt hat vermutet eine kaputte Zündspule. Das wäre jedenfalls nicht das erste mal in der Geschichte des Schlagzeilenkäfer das genau sowas passiert ist. Wir werden berichten sobald der Fehler behoben worden ist. Bis dahin macht der Vento zumindest einen glänzenden Eindruck auf dem Werkstattparkplatz.
Nachtrag: Es lang tatsächlich an der Zündspule, diese wird jetzt zusammen mit der Verteilerkappe, Verteilerfinger, Zündkabeln und Zündkerzen ausgetauscht.






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