Ein Mercedes Service allein reicht uns noch lange nicht aus. Als nächstes ist das Mobilheim vom Spezialpassat-Fahrer an der Reihe. Der James Cook auf Sprinter Basis braucht einen Ölwechsel, neue Filter und sofern wir die undichte Dachantenne reparieren können zum Abschluss ganz dringend eine ordentliche Wäsche damit er endlich wieder weiß und nicht mehr grün ist. Wie praktisch das unsere Garage groß genug ist damit auch ein Hochdachauto durchs Tor passt. Dieses Wohnmobil war tatsächlich der Maßstab für die Planungsphase als das Haus errichtet wurde. Das hat sich schon mehrmals ausgezahlt.
Nur leider reicht die Deckenhöhe dann doch nicht so richtig aus um den James Cook auf der Hebebühne vernünftig hoch zu heben und darunter arbeiten zu können. Darum kommen heute mal wieder die Metall-Auffahrrampen zum Einsatz. Auch damit kann man ausreichend gut an die Muttern der Unterbodenverkleidung vom Motor herankommen. Gerüchteweise kann so ein Ölwechsel auch ohne Hilfsmittel irgendwo auf dem Boden, wir haben es jedenfalls nicht ausprobiert und mit den Rampen hat man definitiv mehr Platz um sich selbst und die Auffangwanne in Position zu bringen. Rund 9l schwarzes Altöl sollten sich hier hinein ergießen wenn die Ablassschraube geöffnet wurde.
Obwohl der Mercedes vorne etwas angehoben ist, bekommen wir so ziemlich den gesamten Ölinhalt aus dem Motor raus. Der Rest folgt wenn wir im nächsten Arbeitsschritt den Deckel vom Ölfiltergehäuse aufschrauben. Darin befindet sich nochmal ein 1/3 Liter Öl. Diesen Rest lassen wir auch noch in Ruhe abfließen und tauschen in der Zwischenzeit den Ölfiltereinsatz aus. Dieser ist nur in den Deckel vom Filtergehäuse eingerastet. Am selben Deckel sind noch ein paar O-Ringe zu ersetzen die hoffentlich in der passenden Größe und Anzahl im Lieferumfang vom neuen Ölfilter enthalten waren. Bei uns passte alles. (Valeo 586501). Alles wieder zusammenbauen und 9 Liter frisches 5W40 Synthetik Öl einfüllen. Damit wäre das Thema schon mal erledigt. Bevor die Luft- und Innenraumfilter an die Reihe kommen, haben wir noch etwas anderes vor.
Dazu brauchen wir eine große Stehleiter um an die Dachantenne vorne am Alkoven heran zu kommen. Die Antenne ist mangels originalem Ukw Radio. Navigationsgerät und Bordtelefon zwar nahezu nutzlos, aber ohne sie hätten wir ein Loch im Dach. Darum müssen wir das alte Gehäuse und Dichtungsgummi jetzt gegen Neuteile ersetzt werden. Mit einem 2mm Inbusschlüssel lässt sich die einzelne Halteschraube schnell lösen. Nun den alten Deckel nach oben abziehen und den neuen in gleicher weise wieder anbringen. Damit sollte der James Cook endlich wieder wasserdicht sein. Damit sind wir bereit für den dritten Punkt auf der Tagesordnung: Auto waschen. Denn in einem schmutzigen Camper fährt man nicht gerne in den Urlaub.
Praktischerweise hat unsere Tank- und Waschanlage des Vertrauens vor gar nicht all zu langer Zeit aufgerüstet und bietet jetzt neben einer Lkw Waschanlage auch eine Wohnmobilwaschbox inklusive mobilem Arbeitsgerüst. So kann man endlich vernünftig von allen Seiten am und auf dem Wohnmobil herumschruppen bis der Grünspan endlich entfernt ist. Dadurch kommen zwar auch sämtliche Roststellen und Lackschäden wieder zum Vorschein, aber das ist immer noch besser wie wir finden. Und irgendwann findet sich hoffentlich auch dafür nochmal die passende Gelegenheit diesen Camper wieder ein paar Jahrzehnte jünger erscheinen zu lassen.
Dazu gehört auch das die Elektrik und Mechanik wieder vollständig funktionieren. Aktuell trifft das auf den Gebläsemotor bzw. seine Steuerung nicht mehr zu. Da der Fehler nur sporadisch auftritt und besonders gerne nach starkem Regen, vermuten wir Kontaktprobleme direkt am Gebläsemotor unter der Motorhaube. Also Haube öffnen, die Dämmmatte bzw. ihre traurigen Überreste wegnehmen und etwas fummeln um die Steckverbinder zu lösen. Tatsächlich sah einer der Kontakte gar nicht mehr Gesund aus. Mit einem Glasfaserstift und Kontaktspray wird alles gründlich gesäubert und dann wieder zusammengebaut. Wir bleiben gespannt ob es einen dauerhaften Unterschied gemacht hat. Ansonsten müssen wir wohl weiter auf Fehlersuche gehen.
Wo die Dämmmatte schon mal demontiert ist, wird die Gelegenheit direkt genutzt eine Neue anzubringen. Abgesehen vom Kaufpreis keine schwere Entscheidung, schließlich sind nur ein paar Clips zu lösen und schon sieht der Motorraum wieder ein bisschen frischer und gepflegter aus. Wenn das doch mit den restlichen Baustellen auch so einfach funktionieren würde. Für heute sind wir mit den Wartungsarbeiten aber wirklich fertig. Nun folgenden die normalen Camping-Vorbereitungen. Reiseziel ist das Forumstreffen der James Cook Freunde in Fritzlar. Vielleicht kommt die Besatzung ja mit neuen Ideen für zukünftige Umbauten und Verbesserungen im Gepäck zurück nach Hause.
Im Zweifelsfall haben wir noch ein paar Teile hier herumliegen die nur noch auf ihren Einbau warten. Aber das könnten wir über so ziemlich jedes Auto aus dem engeren SZK-Fuhrpark sagen. Wann auch immer es soweit sein wird, wir werden definitiv darüber berichten. Bis dahin wünschen wir gute Fahrt und einen schönen Urlaub.








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