Da das Geräusch nur bei drehenden Rädern auftritt können wir im Stand erstmal nichts feststellen. Also einmal den kleinen Wagenheber hervorgeholt (so ein Gerät sollte sich eigentlich im Auto befinden, falls mal wieder eine Reifenpanne auftritt) und das linke Vorderrad etwas anheben. Wir sind nicht sicher von welcher Seite das Geräusch kommt, aber irgendwo müssen wir ja anfangen mit der Suche. Zunächst schauen wir mal ob eventuell das Rad lose oder das Radlager kaputt ist. Soweit alles stramm und fest.
Doch wenn man am Vorderrad vor und zurück dreht hört man deutlich etwas klappern. Aber wackeln am Bremssattel bestätigt das dieser fest ist. Mit langen Armen und spitzen Fingern gelingt es uns die Quelle genauer zu lokalisieren; der innere Bremsbelag hat minimal Spiel und rutscht in Drehrichtung der Bremsscheibe vor und zurück. Um genaueres herauszufinden müssen wir das Vorderrad und den Bremssattel abschrauben. Hier vor Ort fehlen und dafür die Möglichkeiten. Bis auf weiteres müssen wir damit leben. Zumindest wissen wir worauf wir uns einstellen müssen. Das nächste Problem ist lautlos, aber vielleicht noch wichtiger: das Abblendlicht funktioniert nicht mehr.
Alles fing an nach einem Besuch in einem authentischen Diner Restaurant. Nachdem das Essen erfolgreich verspachtelt wurde, sollte die Heimreise bei einsetzender Dämmerung eigentlich ein kurzes Thema sein. Doch als der Lichtschalter im Armaturenbrett gezogen war, blieb es draußen vor dem Truck dunkel. Nur das Standlicht leuchtet - schön aber wirkungslos. Auch der Versuch aufs Fernlicht umzuschalten brachte keinerlei Verbesserung. Das ist jetzt schlecht. Noch ein paar Mal am Lichtschalter herumspielen und an den Steckern der Scheinwerfer wackeln ändert ebenfalls nichts. Eine kaputte Sicherung lässt sich auch nicht finden. So bleibt nur eine Entscheidung; den Chevy stehen lassen oder nur mit Standlicht nach Hause fahren?
Die Details liegen im Dunkeln aber jetzt steht der Pickup wieder vor seiner Garage und wir müssen herausfinden wo der Fehler liegt. Auf Verdacht wurde bereits ein neuer Lichtschalter besorgt den wir heute einbauen könnten. Laut unserer schnellen Recherche ist der Umbau wirklich ein Kinderspiel. Erst müssen wir durch die Verkleidung unter der Lenksäule hindurch rüber zum Lichtschalter fischen und irgendwie den kleinen runden Knopf an der Seite drücken um den Knauf zu entriegeln welcher den Schalter betätigt. Dieser kann dann nach vorne herausgezogen werden. Mit einer Spitzzange (oder dem passenden Spezialwerkzeug) drehen wir die Plastikmutter im Armaturenbrett welche in den Schalter hineingedreht ist.
Sobald diese lose ist kann der Schalter am Kabelstrang gepackt und nach hinten unten herausgeangelt werden. Die Kabel sind gerade so lang das man den Schalter weit genug nach vorne ziehen kann um den Stecker lösen zu können. Der neue Schalter wird einfach in gleicher Weise angeschlossen und wieder eingebaut. Wir wollen natürlich nicht so lange warten und testen sofort ob der Schalter die Fehlerursache war. Leider leuchtet auch weiterhin nur das Standlicht. Dafür haben wir gerade gelernt dass der "Licht an Summer" manuell ausgeschaltet werden kann in dem man den Knauf vom Lichtschalter, welcher gleichzeitig die Helligkeit der Tachobeleuchtung dimmen kann, ganz nach rechts dreht. Auch cool zu wissen, aber gerade nicht das was wir brauchen.
Also nochmal weiter recherchieren. Woran kann es noch liegen? Der Umschalter fürs Abblend- und Fernlicht ist prinzipiell auch noch verdächtig. Aber zum einen wurde der Schalter von uns erst 2023 ausgetauscht und zum anderen äußern sich derartige Defekte normalerweise dadurch dass nur noch Abblend- oder Fernlicht leuchtet, aber irgendwas funktioniert immer. Das selbe lässt sich auch über die hochgradig spannende Stromversorgung der Beleuchtung sagen. Es gibt nur ein einziges dickes Kabel von der Batterie zum Sicherungskasten und von dort weiter zum Lichtschalter. Alle äußeren Lampen am Fahrzeug werden über einen Stromkreis versorgt. So lange noch irgend ein Licht leuchtet, wissen wir das im Schalter Spannung anliegt. Da der neue Schalter keinen Unterschied gemacht hat, kann es eigentlich nicht an ihm liegen.
Für heute sind wir leider mit unserem Latein am Ende. Dafür haben wir noch schnell den Durchmesser vom Auspuffrohr gemessen um eine Verbindungsschelle bestellen zu können. Die brauchen wir dann bei Gelegenheit mal um den losen Keramikkörper im Katalysator fixieren zu können. Davon berichten wir dann hoffentlich beim nächsten Mal.








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